Diese Galaxie funktioniert wie ein riesiger Laser
via ESA/Hubble, NASA

Diese Galaxie funktioniert wie ein riesiger Laser

vor 8 Monaten

Immer wieder hat die NASA beeindruckende Bilder aus dem Weltall für uns parat. Nun hat das Weltraumteleskop Hubble die bis jetzt genauesten Bilder einer mysteriösen Laser-Galaxie aufgenommen. 

Diese nennt sich „IRAS 16399-0937“ und befindet sich in einer Entfernung von 370 Millionen Lichtjahren. Damit ihr euch das besser vorstellen könnt: Bei der Sonne kann man gerade mal von einer Distanz von 8,3 Lichtminuten zur Erde sprechen (149,6 Millionen Kilometer).

Die ganze IRAS-Galaxie ist eine Art gigantischer Laser – genauer gesagt, ein sogenannter „Megamaser“. Bei Masern werden nicht, wie bei einem normalen Laser, Lichtstrahlen verstärkt (Laser steht für „light amplification by stimulated emission of radiation“), sondern elektromagnetische Wellen im Mikrowellen-Frequenzbereich. Daher wird im Namen das L durch ein M für Mikrowellen ersetzt.

Auch in unserer Galaxie gibt es Maser

Solche Maser kommen im Universum öfters vor. Sie entstehen, wenn interstellare Gaswolken sämtliche Mikrowellen aufsaugen und verstärken. Sogar in unserer Galaxie, der Milchstraße, gibt es solche Maser. Doch die sind nicht annähernd so stark wie IRAS 16399-0937; sie sind 100 Millionen Mal schwächer.

Die Aufnahmen zeigen auch noch etwas Anderes: Die Galaxie hat zwei Kerne. Das sind die massenreichsten Bereiche innerhalb der Galaxie. Und die könnten sich gebildet haben, als zwei Galaxien ineinandergekracht sind. Oben im Bild könnt ihr sie als zwei glühende Sektoren in der Mitte und am unteren Rand der Galaxie erkennen.

Aus dem unteren Kern werden Sterne geboren, während im oberen so ziemlich das Gegenteil passiert. Dabei handelt es sich nämlich um ein gigantisches Schwarzes Loch, das 100 Millionen Mal die Masse der Sonne hat.

Wenn ihr den Megamaser durch das Hubble-Teleskop sehen wollt: Hier könnt ihr einen virtuellen Blick ins All wagen.

Wollt ihr mehr von der NASA sehen? Dieses Timelapse-Video zeigt euch, wie sich die Sonne in fünf Jahren verändert hat.

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