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Diese künstliche Nordsee-Insel soll uns mit Energie versorgen

vor 3 Monaten

Vor ein paar Wochen erst haben wir darüber berichtet, dass es am Nordpol ganze vier Grad wärmer war als in Berlin. Die Ursache dafür liegt auch in der Klimaerwärmung. Um dieses Problem in den Griff zu kriegen, planen Stromkonzerne nun etwas Neues: Sie wollen eine Insel bauen, die uns mit Windenergie versorgt.

Eine Kooperation aus deutschen, dänischen und niederländischen Konzernen (TenneT und Energinet.dk) will die klimafreundliche Energieproduktion vorantreiben. Dafür soll in der Nordsee auf einer Sandbank namens „Doggerbank“ eine bis zu sechs Quadratkilometer große Insel aufgeschüttet werden. Die „Doggerbank“ befindet sich etwa 100 Kilometer vor der Ostküste Englands.

Die künstliche Insel soll dann Strom an umliegende Länder verteilen. Verbunden mit Tausenden Windrädern, die auf der und um die Insel herum errichtet werden sollen, könnte das Ganze eine Leistung von bis zu 100.000 Megawatt Dauerleistung erreichen. Damit ihr eine Vorstellung davon habt, wie viel das ist: Bis zu 1.500 Megawatt können die derzeit stärksten Kernreaktoren liefern.

Klimatisch liegt die „Doggerbank“ ideal

Der Drehstrom, der durch die Windräder produziert wird, wird direkt auf der Insel in Gleichstrom umgewandelt. Und der kann dann unter anderem an Deutschland, die Niederlande, Großbritannien oder Dänemark weitergeleitet werden.

Klimatisch ist die „Doggerbank“ ideal für die Stromgewinnung: Die Windverhältnisse sind optimal. Und durch das seichte Gewässer können die Anlagen leicht errichtet werden. Am Ende soll das Projekt dann etwa 80 Millionen Haushalte mit Windenergie versorgen können. Auch überschüssige Energie soll auf der Insel gespeichert werden.

Hier könnt ihr euch noch mal ansehen, wie das Ganze genau geplant ist:

Das Projekt soll die Umsetzung der Klimaziele aus dem Pariser Abkommen (2015) möglich machen: Seit dem Beginn der Industrialisierung erwärmt sich unser Klima rasant. Das Ziel ist es, dass sich unser Klima um nicht mehr als zwei Grad seit Beginn der industriellen Revolution erwärmt.

Der einzige Haken: Noch ist nicht klar, wann der Bau beginnen soll. Sollte das Konzept aber funktionieren, könnten sogar mehrere künstliche Energie-Inseln in der Nordsee entstehen.

Nicht nur am Nordpol spielt das Wetter verrückt. Auch bei uns geht es von einem Extrem ins nächste. Der Sommer wird von sich abwechselnden Hitzeeinbrüchen und gewaltigen Niederschlägen beherrscht. Doch wie sieht es mit dem Rest der Welt aus?

 
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