Im Golf von Mexiko entsteht gerade die größte Todeszone unserer Ozeane
Flickr / O.V.E.R.V.I.E.W.

Im Golf von Mexiko entsteht gerade die größte Todeszone unserer Ozeane

vor 1 Woche

Was momentan im Golf von Mexiko passiert, ist wirklich heftig. Sämtliches Leben wurde in einem großen Teil der Meeresbucht komplett ausgelöscht. Meerestiere sucht man im Ozean vergeblich. Eine solche Todeszone wurde vorher noch nie in unseren Meeren entdeckt.

Die leblose Zone im Meer wächst und wächst. Wissenschaftler haben berechnet, dass sie sich in nächster Zeit auf bis zu 22.000 Quadratkilometer ausweitet – das entspricht der Fläche von ganz Hessen.

Schuld an dieser Katastrophe haben laut einer aktuellen Studie der Umweltschutzorganisation Mighty die großen Schlachthöfe der USA. Denn in Gülle und Düngemitteln wurden große Mengen an giftigen Substanzen und Nitraten gefunden, die in umliegende Flüsse gelangt sind und dann in den Golf von Mexiko gespült wurden.

Zusätzlich werden tonnenweise Soja und Mais aus dem Tierfutter ins Meer gespült. Das Ganze führt dazu, dass es zu einem extrem hohen Nährstoff- und Nitrat-Überschuss  im Wasser kam. Das hatte eine Algenplage zur Folge. Algenplagen entstehen immer dann, wenn es zu einem Nährstoff-Überschuss im Wasser kommt. Denn dadurch werden die Lebensbedingungen für die Algen begünstigt – es kommt zu einer „Algenblüte„.

Irgendwann zersetzen sich diese Algen. Ihre Reste lagern sich auf dem Meeresgrund ab. Dadurch entstehen wiederum Milliarden von Bakterien, die den kompletten Sauerstoff im Wasser verbrauchen. So kann das Wasser nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgt werden – und die Meeresbewohner dementsprechend auch nicht. Die traurige Folge ist, dass die Lebewesen sterben oder, wenn sie es noch schaffen, fliehen. Genau das passiert gerade im Golf von Mexiko.

Umweltschützer haben herausgefunden, dass vor allem ein Unternehmen für den Schaden verantwortlich ist. Laut Forschungen von Mighty baut die Firma jährlich rund 1.250 Hektar Mais und Soja für die Fütterung ihrer Schlachttiere an. Das führte dazu, dass in den letzten zehn Jahren allein durch dieses Unternehmen 104 Millionen Tonnen Schadstoffe ins Meer geleitet wurden. Laut eigenen Angaben ist das Unternehmen dabei, umweltfreundlichere Methoden zu entwickeln.

Wer im Meer schwimmt, versucht meist, Algen zu vermeiden. Dabei sind sie extrem wichtig für Gewässer – in der richtigen Konzentration. Nicht umsonst gibt es in Korea eine der größten Algen-Plantagen der Welt. Wie es dort aussieht, seht ihr im Video:

 

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