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15-Jähriger knackt Maya-Code und entdeckt verlorene Stadt

vor 11 Monaten

Ich habe als 15-Jähriger gern Indiana Jones Filme geguckt.  William Gadoury aus Montreal knackt im selben Alter uralte Maya-Rätsel und entdeckt eine verfallene Stadt im Dschungel. Und das alles von seinem Schreibtisch aus. Jeder wie er kann.

Der kanadische Schüler ist seit Jahren begeisterter Hobbyforscher zur Kultur der Maya. Die lebten von 2.600 vor Christus an in Mittelamerika. Während andere Nationen der neuen Welt von europäischen Invasoren zerstört wurde, fand die Hochzeit der Maya schon im Jahr 1.000 nach Christus ihr Ende. Riesige Tempelanlagen, Pyramiden und Ruinen zeigen uns heute noch, wie hochentwickelt die Maya waren.

Besonders die Astronomie hatte es ihnen angetan. Und genau in diesem Feld stieß William Gadoury bereits vor zwei Jahren auf eine Besonderheit, die vorher allen anderen Forschern entgangen war. Er stellte die Theorie auf, dass die Maya ihre Städte nach dem Muster ihrer Sternenkonstellationen errichteten.

Der Schüler zog Linien auf der Karte und fand die Theorie bestätigt. 117 Maya-Städte ließen sich anhand der Himmelskarten entdecken. Überall, wo er Städte vermutete, standen auch welche. Bis auf einen Ort. In einem schwer zugänglichen und abgelegenen Gebiet auf der Halbinsel Yucatan war angeblich nichts.

William teilte seine Entdeckung mit der Canadian Space Agency, diese besorgte Satellitenaufnahmen aus den USA und Japan. Und siehe da: Genau an dem Ort, den der 15-Jährige errechnet hat, steht tatsächlich eine bisher unbekannte Maya-Stadt. Eine Pyramide und 30 Gebäude konnten jetzt anhand der Aufnahmen identifiziert werden.  Mittlerweile ist klar, dass es sich um eine der fünf größten Maya-Städte handelt, die jemals entdeckt wurden.

Seitdem ist William Liebling der Wissenschaft. Den kanadischen Raumforschern durfte er seine Entdeckung persönlich vorstellen, bereits 2014 erhielt er den Preis der „Hydro-Québec Science Fair“. Und er kämpft für einen Traum: Zusammen mit der ersten Expedition den Ort zu besuchen, den er bisher nur von Bildern kennt. Die aber muss erst noch finanziert werden.

Update:

Mittlerweile werden aber auch Zweifel an der Entdeckung des 15-Jährigen laut. Obwohl die kanadische Raumfahrtagentur den Fund bestätigt hat, erheben manche Fachleute Einspruch. Der US-amerikanische Maya Experte David Stuart etwa schreibt bei Facebook: „Das ganze ist ein schreckliches Beispiel für Müll-Wissenschaft. Die Maya haben ihre Städte nicht nach Sternbildern ausgerichtet.“

Wer Recht hat, wird am Ende wohl nur eine Expedition klären können.

Tja, manche Kids haben es eben einfach drauf. Noch ein Beispiel gefällig? Dieser 10-Jährige Brite macht gerade ein Vermögen. Mit seinem eigenen Kinderbuch:

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