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Forscher haben getestet, ob du Bier nach einer Atomexplosion noch trinken kannst

vor 3 Tagen

Ja, dieses Experiment gab es tatsächlich. Vor rund sechzig Jahren fragten sich einige amerikanische Wissenschaftler nämlich, ob man Bier und Limonade selbst dann noch trinken kann, wenn ganz in der Nähe eine Atombombe explodiert ist. Also haben sie es kurzerhand getestet. Wir erklären, wie das ablief und ob das Atom-Bier tatsächlich trinkbar ist.

In dern 50er Jahren war der Kalte Krieg in vollem Gange. Ständig drohte der Konflikt zwischen Ost und West in einem Atomkrieg zu eskalieren. Dadurch wären Teile der Welt radioaktiv verseucht worden. Das hätte auch die Überlebende einer nuklearen Explosion in ein Dilemma gestürzt. Denn Nahrungsmittel wären nach einem Atomkrieg verseucht und giftig. Wie also nach der Katastrophe überleben?

Mit diesem Problem beschäftigten sich einige US-Wissenschaftler. Sie wollten herausfinden, welche Lebensmittel auch nach einer Atomexplosion weiterhin essbar sind. Dabei interessierten sie sich auch für Bier und Limonade. Und wie findet man am besten heraus, ob die der atomaren Verstrahlung standhalten? Richtig, man probiert es aus.

Und so lief das Experiment ab

Die Vereinigten Staaten testeten regelmäßig Nuklearwaffen. In den 50er Jahren fand eine Serie von Atombombentests in Nevada statt, die den Namen“Operation Teapot“ trägt. An diese wurde das Experiment Atom-Bier 1956 als kleinere Studie angehängt. Das belegt eine Akte, die ein Jahr später veröffentlicht wurde:

Operation Teapot
Die Serie an Atombombentests gab Raum für eine ungewöhnliche Studie: der Effekt nuklearer Explosionen auf Bier.
© Copyright: E. Rolland McConnell

Im Rahmen des Experiments wurden mehrere Dosen und Flaschen an Bier und Limonade in die Nähe der Atombombe gelegt und teils vergraben. Sie waren unterschiedlich weit von der Explosion entfernt, angefangen bei unter 400 Metern. Dann kam die Explosion. Und die Dosen überlebten. Auch viele der Flaschen überstanden die Erschütterung.

Doch viel wichtiger: Konnte man das noch trinken? Also wurde getestet, ob die Bierflaschen radioaktiv verstrahlt waren. Natürlich waren sie es, doch in überraschend geringen Mengen. Und die Verstrahlung ging laut der Akte nicht auf den Inhalt – das Bier – über. Das Fazit der Forscher: Es ist trinkbar. Also tranken sie es sogar, waren vom Geschmack aber nicht sonderlich begeistert. Der war lediglich „akzeptabel“. Doch wer würde sich im Ernstfall eines Atomkrieges schon über den faden Geschmack einer Flasche Bier beschweren?

Falls es tatsächlich zu einem Atomkrieg käme, würde man sich am liebsten an einem ganz bestimmten Ort befinden: Im Cheyenne-Bunker in den Rocky Mountains. Dort würde sich zumindest der US-Präsident verstecken. Wir waren dort und haben uns den sichersten Bunker der Welt angesehen:

 

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