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Theorie bekräftigt: Darum ist die Titanic wirklich untergegangen

vor 4 Monaten

Ein irischer Journalist sorgt mit seiner Theorie über den Untergang der Titanic für Aufsehen. Diese kursiert bereits seit 2004. Jetzt aber hat der Sender „Channel 4“ das Thema neu aufgegriffen. Angeblich war am Untergang der Titanic nicht nur der Eisberg sondern auch ein Feuer schuld.

Die Titanic war 1912 das größte Schiff der Welt und jeder kennt ihre Geschichte. Als sie am 10. April zum ersten Mal ihre Reise antrat, kollidierte sie vier Tage später – am 14. April gegen 23:40 Uhr – mit einem Eisberg. Danach sank sie am 15. April kurz nach Mitternacht. Senan Molony – Autor und politischer Redakteur der Irish Daily Mail – beschäftigt sich schon seit dreißig Jahren mit der Katastrophe, bei der 1.514 Menschen ums Leben kamen. Seine Theorie wurde nun in der „Channel 4“-Dokumentation „Titanic: The New Evidence“ aufgegriffen und breit in den Medien diskutiert.

Fakt ist, dass das riesige Schiff kurz vor Mitternacht nach dem Zusammenstoß mit dem Eisberg im Nordatlantik sank. Es dauerte zwei Stunden und vierzig Minuten, bis es komplett unter Wasser war. Es konnte jedoch nie geklärt werden, warum das scheinbar unsinkbare Schiff dem Eisberg nicht standhielt. „Es hat so viele Geschichten über das Schiff gegeben, die ich mir nie erklären konnte. Es war eigentlich ein unsinkbares Schiff“, so Molony in der dreiviertelstündigen Dokumentation.

Ein Fotoalbum soll die Beweise liefern. Es gehört Steve Raffield, der es 2012 ersteigerte und sich 2014 dazu entschloss, es zu veröffentlichen. Die Fotos fingen den Moment ein, als die Titanic nach ihrer Fertigstellung in Belfast ins Wasser gelassen wurde. Auf jedem Bild ist ein schwarzer Fleck am Rumpf des Schiffs zu sehen. Es wurde von verschiedenen Positionen fotografiert, der Fleck ist auf den Fotos aber immer an der gleichen Stelle – und zwar genau dort, wo die Titanic später mit dem Eisberg kollidierte.

Diese Bilder sollen der Beweis für das Feuer sein.

Bilderserie Steve Raffield
Diese Bilder sollen der Beweis für das Feuer sein.
© via YouTube/Titanic The New Evidence

„Es kam mir sofort in den Kopf, dass es ein Feuer gegeben haben musste, bevor die Titanic überhaupt den Hafen in Belfast verließ“, sagt Senan Molony im Video. Bereits 1912 wurde ein Feuer in den Unterlagen der Behörden dokumentiert, als man die Ursache des Schiffsunglücks klären wollte. Damals wurde aber entschieden, dass es keine Rolle in diesem Unglücksfall gespielt hätte.

Nach Molonys Theorie wurde die Kohle zum Anfeuern der Triebwerke schon Wochen vor der ersten Fahrt in den Bunkern eingelagert und hatte dort wohl zu glühen angefangen. Niemand habe vor dem Start die glühende Kohle bemerkt, sondern erst, als das Schiff schon auf hoher See war. Der besagte Bunker erstreckte sich über drei Decks. In der Dokumentation liest Molony eine Stellungnahme von John Dilley, einem Feuerwehrmann der Titanic, vor. Darin stehen seine Erlebnisse, nachdem das Feuer entdeckt wurde: „Dort waren hunderte Tonnen Kohle gelagert. Ich habe mit elf Leuten das Feuer bekämpft, vier Tage später wurde es schlimmer. Es hat bis Samstag gedauert, bis wir es löschen konnten. Die Kohle brodelte aber weiter. Wir durften nichts darüber erzählen.“

Molony glaubt, dass das Schiff den Aufprall überstanden hätte, wenn die Stelle zuvor nicht durch das Feuer beschädigt und das Stahl aufgeweicht worden wäre. In Southampton habe man die Titanic dann mit Absicht falsch herum angelegt, um die schwarze Stelle zu verbergen.

Dem Journalisten zufolge werden diese Aussagen und Bilder die Geschichte neu schreiben, wie das größte Schiff damals wirklich sank. Ihn beschäftigt vor allem jetzt noch die Frage: Warum hat es so lange gedauert, bis diese Erkenntnisse ans Licht kamen? Molony glaubt den Aussagen des Feuerwehrmannes. Er ist sich sicher, dass die Verantwortlichen der Titanic nicht wollten, dass ihre Angestellten etwas erzählten, was die Passagiere vielleicht in Panik versetzen könnte.

Auf allen Bildern ist ein schwarzer Fleck zu sehen.

Bilderserie Steve Raffield
Auf allen Bildern ist ein schwarzer Fleck zu sehen.
© via YouTube/Titanic The New Evidence

Schon 2004 wurde darüber diskutiert, als der Ingenieur Robert Essenhigh von der staatlichen Universität in Ohio seine Vermutung zum Unglück veröffentlichte. Auch er sprach auf der Jahrestagung der Amerikanischen Geologischen Gesellschaft in Denver von einem Feuer. Essenhigh erläuterte damals, dass ein Feuer im Kohlebunker das Schiff beschleunigen ließ und die Titanic deshalb nicht mehr rechtzeitig abbremsen konnte, als der Eisberg in Sicht war. Er gab allerdings selber zu, dass dies nur Spekulationen seien. Wahrscheinlich ging deshalb niemand den Behauptungen nach.

Hier kannst du dir die Dokumentation selbst ansehen:

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