Die Enthüllungsplattform WikiLeaks wurde gehackt
via Twitter / Claire Phipps

Die Enthüllungsplattform WikiLeaks wurde gehackt

vor 3 Wochen

Normalerweise ist es die Enthüllungsplattform WikiLeaks, die geheime Informationen preisgibt, die zuvor gehackt wurden. Doch diesmal wurde der Spieß umgedreht: Ein Gruppe von Experten für IT-Sicherheit namens OurMine hackte die Website von WikiLeaks.

Hinter dem erfolgreichen Hack-Versuch steckt dieselbe Gruppe, die selbst den Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und den Google-CEO Sundas Pichai hackte. Es ist die Rede von OurMine. Dabei handelt es sich um eine Sicherheitsfirma, die ein – zugegeben ziemlich fragwürdiges – PR-Konzept betreibt. Denn in jedem Hack bietet sie direkt auch ein Schließen der Sicherheitslücken an und wirbt so dafür, dass man Kunde der Firma wird.

Normalerweise hinterlässt diese Gruppe auf gehackten Seiten die Nachricht „Hallo, hier sind OurMine. Wir testen deine Sicherheitseinstellungen.“ Doch diesmal nahm OurMine nicht nur den Account eines Promis ins Visier, sondern die berühmte Enthüllungsplattform WikiLeaks. Dort hinterließen die Hacker heute morgen eine ganz andere Nachricht:

Laut OurMine forderte WikiLeaks die Sicherheitsfirma vor einiger Zeit dazu heraus, die Enthüllungsplattform zu hacken. Offensichtlich hatte WikiLeaks nicht damit gerechnet, dass der Versuch erfolgreich sein würde. Doch nach langer Vorbereitung ist es OurMine nun gelungen.

Bei der Gelegenheit rechneten die Hacker auch gleich mit Anonymous ab. Als OurMine 2015 schon einmal vergeblich versuchte, WikiLeaks zu hacken, antworte Anonymous nämlich mit der Veröffentlichung von persönlichen Informationen der OurMine-Mitglieder. Ob diese Daten fake waren oder nicht, ist noch immer nicht geklärt. Klar ist: Sie brachten die Hacker in eine brenzlige Situation.

Zusätzlich schrieb Anonymous in einem Tweet, OurMine solle die Hack-Versuche einstellen. Der Kern der Nachricht: WikiLeaks hätte Wichtigeres zu tun als sich mit OurMine herumzuschlagen.

Nun hat OurMine sowohl WikiLeaks als auch Anonymous klar gemacht, dass man sie nicht unterschätzen sollte. „Eine Gruppe hat euch alle geschlagen!“, verkündeten die Hacker der Sicherheitsfirma. Mittlerweile hat WikiLeaks die Nachricht aber schon wieder von der Website gelöscht.

Vor Hackern ist wirklich nichts sicher – nicht einmal Smart-TVs. Wie man sich vor Angriffen am effektivsten schützt, zeigen wir euch hier:

 
Facebook WhatsApp

Diese Beiträge könnten dir auch gefallen: