Schülerinnen entwickeln Solarzelt, um Obdachlose zu retten
via Facebook / DIY Girls

Schülerinnen entwickeln Solarzelt, um Obdachlose zu retten

vor 2 Wochen

Zwölf Schülerinnen einer High School in den USA haben ein einzigartiges Projekt auf die Beine gestellt: Um Obdachlosen ein Zuhause zu geben, entwickelten sie ein solarbetriebenes Zelt.

Die Inspiration dafür fanden die Mädchen aus einem Vorort von Los Angeles in ihrer eigenen Nachbarschaft. Sie alle kommen aus einkommensschwachen Familien und leben daher in weniger gut gestellten Vierteln. Dort sahen sie immer wieder Menschen, die auf der Straße leben und nicht einmal das Nötigste haben. Monatlich verlieren in dieser Gegend rund 13.000 Menschen das Dach über ihren Köpfen. Das brachte die Mädchen auf eine Idee: Sie wollten den Leuten ein Zuhause geben.

In Kooperation mit der Organisation DIY Girls begannen die Schülerinnen, aus dieser Idee etwas Handfestes zu machen. Die meisten von ihnen hatten nur wenig oder gar keine Ahnung, wie man näht, programmiert oder wie Elektrotechnik funktioniert. Bevor ihr Zelt stand, mussten sie also noch viel lernen. Dabei wurden sie von der Direktorin von DIY Girls und einer ihrer High-School-Lehrerinnen unterstützt.

Obwohl es lange dauerte, gaben die zwölf Schülerinnen, alle um die 17 Jahre alt, nicht auf. Ein Jahr lang arbeiteten sie an ihrem Projekt, wälzten Bücher und sahen Tutorials an. Immer wieder interviewten sie Obdachlose, um herauszufinden, wie sie das bewohnbare Zelt perfekt machen könnten. Jetzt ist es fertig und die Mädchen haben ihren Prototypen vor Kurzem am Massachusetts Institute of Technology (MIT) vorgestellt:

Ihr Zelt ist ein kleines Wunderding. Zusammengefaltet hat es in einem Rucksack Platz. Die isolierte, wasserdichte Hülle hält das Innere an kalten Tagen warm. Bei heißen Temperaturen bleibt es innen aber kühl. So überstehen die Bewohner selbst die starken Temperaturunterschiede im Wüstenklima von Los Angeles.

Das Beste daran sind aber die Solarzellen, die am Zelt angebracht sind. Sie liefern Strom, um beispielsweise ein Handy zu laden. Vielen Obdachlosen ist es sehr wichtig, ein Handy zu haben, weil das ihre einzige Möglichkeit ist, mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben. Natürlich kann der Strom auch dazu benutzt werden, Wasser zu kochen und Essen vorzubereiten. Außerdem sind innen UV-Lichter montiert, die Keime und Bakterien vertreiben. Die Mädchen haben wirklich an alles gedacht. Wie sehr ihnen das Projekt am Herzen liegt, erklären zwei von ihnen hier:

Momentan ist das solarbetriebene Zelt noch ein Prototyp. Es hat den Vorteil, dass es relativ günstig herzustellen ist. Die elektronischen Bauteile kosten insgesamt nur etwa 40 US-Dollar. Wenn alles klappt, geht das Zelt so schnell wie möglich in die Massenproduktion, wo es noch günstiger werden könnte. Dann kann es nicht nur den Obdachlosen von Los Angeles helfen, sondern Armen und Geflüchteten auf der ganzen Welt.

Auch in New York gibt es viele Obdachlose – und eine inspirierende Geschichte darüber, wie ihnen geholfen wird. Dort baut ein Innenarchitekt mit 20 US-Dollar und etwas Sperrmüll bunte Mini-Häuschen auf Rädern für die Menschen in Not. Wir haben uns das angesehen und mit den Obdachlosen gesprochen, die dadurch ein neues Zuhause bekommen:

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