Life,

Wer diese Puppe besitzt, muss sie vernichten und das auch beweisen können

vor 1 Monat

Total verrückt: Die Bundesnetzagentur geht gegen Spielzeug vor. Erstes Urteil: Wer die Puppe „My friend Carla“ besitzt, ist jetzt verpflichtet, sie zu zerstören. Und muss dies sogar nachweisen können. 

Grundlegend sei aber erstmal gesagt, dass der kritische Blick der Agentur völlig gerechtfertigt ist. Denn es geht hier um „smartes“ Spielzeug: Also zum Beispiel um mit Sensoren, Mikrofonen oder Kameras ausgestatteten und mit dem Internet verbundenen Puppen. Und die können sehr gefährlich sein, wie wir in diesem Video erklären:

Bereits da stand Carla ganz oben auf der Liste der Datenschützer. Generell ist Spielzeug, das heimlich Bild- und Tonaufnahmen von Kindern macht, in Deutschland verboten. Zu groß ist die Gefahr, dass Dritte unerlaubt auf diese Hardware zugreifen könnten. Genau das aber ist die Funktion von Carla. Und darum macht die Behörde jetzt mit dem blonden Püppchen kurzen Prozess. In einer Pressemitteilung gibt die Agentur bekannt, Carla sei ein verbotenes Spionagegerät.

Das heißt, dass ihr Besitz ab jetzt strafbar ist. Und darum sind alle Eltern verpflichtet, die Puppe zu vernichten. Das Ganze ist zu dokumentieren, um im Falle einer Nachfrage einen sogenannten „Vernichtungsnachweis“ erbringen zu können. Also: Filmen, während ihr die Puppe abfackelt. Oder besser: Auf den Wertstoffhof bringen und dieses Formular unterschreiben lassen.

Dass dieser Nachweis wirklich nötig sein sollte, ist allerdings unwahrscheinlich. Denn bereits in der Pressemitteilung stellt die Behörde klar, dass sie nicht vor hat, Eltern zu verfolgen. Trotzdem: Wer Carla zuhause hat, tut gut daran, sie wegzuschmeißen.

Facebook WhatsApp

Diese Beiträge könnten dir auch gefallen: