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Neue Facebook-Meldung warnt vor Geheimdienst-Angriffen

vor 2 Jahren

Wenn ihr diese neue Facebook-Meldung seht, dann solltet ihr einmal gut darüber nachdenken, ob ihr in den letzten Tagen vielleicht nach den falschen Sachen gegoogelt habt. Denn mit ihr warnt Facebook davor, dass ein „nation-state“, also ein staatlicher Hacker versucht, euren Account zu beeinflussen. 

Am Samstag stellte das Soziale Netzwerk auf seiner Developers-Seite den neuen Warnhinweis vor. „Ab heute benachrichtigen wir euch, wenn wir glauben, dass euer Account von einem Angreifer beeinflusst wird, der unserer Meinung nach für eine staatliche Stelle arbeitet.“ So sieht der Hinweis aus:

nationstate

Warum diese gesonderte Warnung für Geheimdienst-Angriffe? „Diese Art von Attacken sind gefährlicher und ausgereifter als andere“, heißt es von Seiten Facebooks. Darum sei es wichtig, dass davon betroffene User besonders eindeutig dazu aufgerufen werden, die nötigen Sicherheitsschritte einzuleiten.

Besonderen Wert legt das Unternehmen auf den Hinweis, dass von den Hacks nicht Facebook selbst betroffen ist. Vielmehr seien es die Rechner und Geräte der User, die mit Malware infiziert seien. Die Lösung bei einer solchen Meldung: Formatieren („Rebuild“) oder direkt Gerät austauschen.

Diese Meldung könnte in diktatorisch regierten Ländern, in denen Oppositionelle und Regimekritiker verfolgt werden, am Ende lebensrettend sein. Facebook äußert daher auch die Hoffnung, mit ihr „schutzbedürftigen Menschen helfen zu können“. Woher die Facebook-Sicherheitsexperten von solchen Angriffen wissen, verraten sie übrigens nicht. „Um die Integrität unserer Prozesse zu schützen, können wir das nicht öffentlich erklären.“

Dass Geheimdienste in der ganzen Welt immer größeres Interesse an sozialen Netzwerken zeigen, ist kein Wunder. Was wir bei Facebook so treiben, ist längst nicht mehr heimlich und privat sondern hat Konsequenzen in unserem Alltag. Aktuellste Diskussion: Wo endet freie Meinungsäußerung, wo beginnt die Grundrechtsverletzung? Einen Lehrling kostete diese Unterscheidung seinen Job:

 

 

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