Beam' mich hoch, Scotty! Forschern ist es gelungen, Photonen in den Weltraum zu teleportieren
arxiv.org

Beam‘ mich hoch, Scotty! Forschern ist es gelungen, Photonen in den Weltraum zu teleportieren

vor 2 Monaten

Ich weiß, die Überschrift dieses Artikels hört sich sehr stark nach Science-Fiction an. Hört oder liest man das Wort „teleportieren“, dann denkt man sofort an „Star Trek“. Und obwohl es chinesischen Forschern gelungen ist, ein Photon ins All zu „teleportieren“, hat diese Errungenschaft mit dem Teleportieren aus „Star Trek“ zugegebenermaßen nicht viel gemein. Toll ist das Ganze trotzdem.

Wir erklären euch erst einmal, was die Wissenschaftler da gemacht haben und keine Sorge, weiter unten erfahrt ihr, was das zu bedeuten hat.

Die Forscher haben ein Photon (die Teilchen, aus denen Licht besteht) 1400 km weit von der Erde aus in den Weltraum zum Quantensatelliten Micius „teleportiert“, der in Zukunft abhörsichere Kommunikation ermöglichen soll. Einen Monat lang schickten die Wissenschaftler Millionen von Photonen von ihrer Bodenstation in Tibet zum Satelliten. Über 900 Mal glückte der Versuch.

Teleportation ins All
Forscher haben es geschafft, Photonen 1400 km weit von der Erde aus zum Quantensatelliten Micius zu schicken.
© arxiv.org

„Wir melden die erste Quanten-Teleportation von unabhängigen Einzelphoton-Qubits von einer Bodenstation zu einem Satelliten in einer niedrigen Erdumlaufbahn – über einen Uplink-Kanal – mit einer Entfernung von bis zu 1400 Kilometern“, erklären die Forscher in ihrer Arbeit.

Jetzt fragt ihr euch vielleicht: „Cool, aber was hat das mit mir zu tun?“. Einfach ausgedrückt stellt diese Form der Teleportation die Grundlage für zukünftige High-Speed-Kommunikation dar. Informationen können durch Quanten-Teleportation super schnell und abhörsicher übertragen werden. Diese Übertragungsmethode gilt als unhackbar.

Und so funktioniert die Quanten-Teleportation: Das Zauberwort heißt „Verschränkung“. Werden beispielsweise zwei Photonen-Partikel miteinander verschränkt – genau das haben die Forscher aus China gemacht –, dann ist ihr Zustand voneinander abhängig. Aus technischer Sicht haben sie dieselbe Wellenfunktion. Wird ihr Zustand auf der Erde verändert, dann ändert er sich auch im All. Das zweite Photon nimmt sozusagen die Identität des ersten an.

Diese Verschränkung entsteht, wenn zwei Photonen am gleichen Ort und zur gleichen Zeit gebildet werden. Dadurch entsteht eine Verbindung zwischen ihnen, die auch über große Distanzen hinweg besteht.

Die Forschungsergebnisse wurden auf der Plattform arXiv veröffentlicht.

Hast du gewusst, dass man auch Limo-Geschmack in ein anderes Glas „teleportieren“ kann? Wie das funktioniert, zeigen wir euch hier:

Facebook WhatsApp

Diese Beiträge könnten dir auch gefallen: