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Darum könnten wir eines Tages in einer Stadt aus Knochen leben

vor 3 Monaten

Unser Klima wird nicht nur von Auto- oder Flugzeugabgasen belastet. Auch die Herstellung von Beton und Stahl schadet der Umwelt. Doch wir brauchen die Materialien für den Städtebau. Nun gibt es einen neuen Vorschlag, aus was die Stadt der Zukunft errichtet werden sollte: Knochen!

Die Bio-Ingenieurin Michelle Oyen von der Cambridge University orientiert sich dabei an der Natur: Sie arbeitet an künstlich hergestellten Knochen und Eierschalen. Diese sollen nicht nur als Implantat im menschlichen Körper zum Einsatz kommen, sondern können auch als CO2-armes Baumaterial dienen.

Knochen und Eierschalen bestehen aus Proteinen und Mineralien. Das gibt den Naturprodukten die nötige Härte und gleichzeitig ihre Widerstandskraft gegen Brüche. Und so stellt Oyen die künstlichen Knochen her: Die mineralischen Bestandteile (das wichtigste Knochenmineral ist Calcium) werden direkt zu einem Stoff namens Kollagen hinzugefügt. Dabei handelt es sich um ein natürliches (auch menschliches) Strukturprotein.

Stahl und Beton verbrauchen große Mengen an Energie

Die Herstellung benötigt wenig Energie; sie kann bei Zimmertemperatur durchgeführt werden. Darüber hinaus könnten die Stoffe, so Oyen, leicht in größerem Maßstab hergestellt werden. Mehr Details zur Produktionsart werden in der Studie nicht gegeben.

Bei der Erzeugung von Stahl und Beton hingegen sind große Mengen an Hitze und somit Energie nötig. Beide Stoffe sind für ein Zehntel des weltweiten CO2-Austoßes verantwortlich. Damit befinden sie sich nahezu in einer Liga mit den Emissionen, die auf unseren Straßen entstehen (17 Prozent). Gelangt mehr CO2 in die Atmosphäre, treibt das die Klimaerwärmung voran.

Und doch sind unsere Städte abhängig von Stahl und Beton. Vielleicht wäre es an der Zeit, das zu ändern.

Wenn ihr wissen wollt, was sonst noch so unternommen wird, um die Klimaerwärmung in den Griff zu bekommen: Coffee-to-go-Becher waren bisher alles andere als umweltfreundlich. Doch ein Papierhersteller hat eine Lösung gefunden

 

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