via YouTube/What The Physics?!

Sieh zu, wie nur ein Löffel Olivenöl einen ganzen See verändert

vor 6 Monaten

Dass Öl und Wasser sich nicht vertragen, wissen wir. Wenn Öl ins Meer fließt, tut uns das zwar leid, aber die wirklichen Ausmaße bekommen wir hier selten mit. Was aber schon ein einziger Löffel Öl anrichten kann, zeigt uns dieses Experiment.

Durchgeführt wurde es vom YouTuber und Harvard-Forscher Greg Kestin, der das Video auf seinem Channel What The Physics?! hochgeladen hat. In ihm geht es weniger um die Wasserverschmutzung, sondern darum, was für eine Wirkung so eine kleine Menge – in diesem Fall – Olivenöl auf Wasser hat.

Da sich beide nicht miteinander vermischen, treibt das Öl auf dem Wasser. Es bildet eine hauchdünne Schicht, die sich immer weiter ausbreitet. In den Drohnen-Aufnahmen aus der Luft wird das besonders deutlich. Und es sieht fast so aus, als würde das Öl die kleinen Wellen besänftigen, die sich durch Wind auf dem See bilden. Dort, wo Öl ist, gibt es keine Wellen.

Nach zwei Minuten hat das Öl schon etwa einen Durchmesser von zehn Metern eingenommen. Nach zehn Minuten sind es schon etwa 2.000 Quadratmeter.

Warum breitet sich das Öl so weit aus?

Jedes Ding, jedes Lebewesen auf diesem Planeten besteht aus Molekülen. Und zwar aus so unglaublich vielen, dass wir gar keine Vorstellung davon haben, wie viele es sind. Normalerweise haften die alle einander. Nicht aber beim Olivenöl, das sich auf dem Wasser ausbreitet. Das verteilt sich nämlich so hauchdünn wie ein Molekül. Das liegt daran, dass die negativ geladenen Teile des Öls sich an die positiv geladenen Teile des Wassers anheften wollen. Und zwar alle Moleküle im Öl. Deshalb breitet es sich so lange aus, bis jedes einzelne Molekül das Wasser „berührt“.

Warum beruhigen sich die Wellen?

Auch das liegt an der molekül-dünnen Schicht des Öls. Sie funktioniert wie ein rauer Teppich auf der Wasseroberfläche. Er lässt sich nicht einfach verbiegen und zu Wellen auftürmen. Die Ölschicht „schützt“ quasi das Wasser. Bläst der Wind, trägt er die ganze Schicht weiter – ohne, dass sich Wellen bilden.

Und diese Erkenntnisse sind tatsächlich nützlich. Genau so eine dünne Schicht wird nämlich auf Glas aufgetragen, damit es weniger reflektiert. Eingesetzt wird das dann bei Handys, Laptops oder Brillen – also in unserem Alltag.

Für diejenigen, die Angst um den See haben: Greg hat das Experiment mit Erlaubnis auf einem privaten See durchgeführt. Die Menge an Olivenöl wird kein Tier umbringen.

Nicht nur Öl macht unseren Meeren zu schaffen. Vor allem Plastik ist ein großes Problem. Wir haben zwei Erfinder-Teams besucht, die unsere Weltmeere retten wollen:

Facebook WhatsApp

Diese Beiträge könnten dir auch gefallen: