Es gibt Pläne für den ersten Wolkenkratzer, der von einem Asteroiden herunterhängt
Clouds AO

Es gibt Pläne für den ersten Wolkenkratzer, der von einem Asteroiden herunterhängt

vor 5 Monaten

What? Ja, ihr habt richtig gelesen. Ein New Yorker Architekturbüro hat jetzt Pläne für einen Wolkenkratzer veröffentlicht, der kopfüber von einem Asteroiden hängen soll. Er kreist um die Erde, so dass sich der Turm immer über anderen Großstädten befindet.

Wie realistisch das Projekt ist, können wir schwer einschätzen. Aber die Pläne sind ziemlich genau. Der Designer Ostap Rudakevych hat ganze Arbeit geleistet. Er gehört übrigens zu dem Architekturbüro, das die Eishäuser für die NASA auf dem Mars entwickelt hat. Mit Weltraum-Architektur kennen sie sich also aus.

Der Wolkenkratzer soll den Namen Analemma Tower bekommen und an einem Asteroiden in 50.000 Kilometern Höhe befestigt werden. Ja, mit Seilen. Mit ziemlich starken Seilen. Der Asteroid umkreist die Erde und dient als eine Art Antrieb für den Wolkenkratzer, der damit mit Abstand das höchste Gebäude der Welt sein wird.

Wie soll das funktionieren? Die NASA hat schon Pläne veröffentlicht, sich 2021 – mit der richtigen Finanzierung – einen Asteroiden zunutze zu machen, ihn zu „fangen“ und ihn als Antrieb einzuspannen. Ob dieser Plan je umgesetzt wird, ist allerdings völlig offen.

Ähnlich soll aber der Analemma Tower entstehen. Mit Hochleistungskabeln und mit Hilfe des Universal Orbital Support System (UOSS) wird er am Asteroiden befestigt.

Er kreist in einem 24-Stunden-Rhythmus um die Erde. Dabei folgt er etwa der Geschwindigkeit der Erdrotation, kreist aber leicht versetzt zu ihr und beschreibt damit die Form einer Acht. So wird der Wolkenkratzer über Städten wie New York, Panama City, Miami oder Havanna zu sehen sein. Am Abend wird er immer an die gleiche Position zurückkommen.

Deswegen heißt er auch Analemma. Das ist eine Figur (in Form einer langgestreckten Acht), die entsteht, wenn man über ein Jahr lang den Sonnenstand zur selben Zeit am selben Ort aufnehmen würde.

Laut den Designern wird der Analemma Tower nicht einfach nur ein Wolkenkratzer werden. Es soll eher so etwas wie eine fliegende Stadt entstehen – mit unterschiedlicher Einrichtung in den unterschiedlichen Etagen. Je näher man dem Asteroiden kommt, umso kleiner werden die Fenster sein. Um den Druck auszugleichen. Es wird Shopping-Center geben, Büros, eine landwirtschaftliche Abteilung, Wohnungen und einen Entertainment-Bereich.

Geplant sind auch Solarzellen, durch die sich der Turm selbst versorgen kann sowie eine Kondensationsanlage, mit der aus den Wolken und Regenwasser Trinkwasser gewonnen werden kann.

Natürlich bleiben bei dem Konzept viele Fragen offen. Allen voran: Kann das wirklich funktionieren? Und wer soll das finanzieren? Wie kommen Menschen überhaupt in den Wolkenkratzer rein? Was passiert bei Stürmen? Wir sind gespannt, wie es weiter geht.

Momentan ist das höchste Gebäude der Welt das Burj Khalifa in Dubai. Hin und wieder befindet sich die Spitze mitten in den Wolken. Wir haben einen Deutschen begleitet, der uns zeigt, wie man dort wohnt und im höchsten Restaurant der Welt isst:

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