via SLAC National Accelerator Laboratory, CC0

Forscher erfinden ein Kabel, das nur 3 Atome dick ist

vor 4 Monaten

Ob es winzige SD-Karten oder Mini-Akkus sind – große Technik in kleinem Format herzustellen, ist eine der dringendsten Aufgaben unserer Zeit. Nun ist es Forschern gelungen, Kabel zu produzieren, die gerade mal so dick wie drei Atome sind.

Dafür verwendete das Team um den Chemiker Hao Yan von der Stanford University sogenannte Diamantoide. Das sind kleinstmögliche Diamantstücke, die sich gegenseitig anziehen. An diesen winzigen Diamantteilchen fixierten die Forscher jeweils ein Schwefel-Atom.

Die Nano-Kabel verbinden sich von selbst

Dann gaben sie die Partikel in eine Lösung. Die Schwefel-Atome verbanden sich dabei mit jeweils einem Kupfer-Ion aus der Flüssigkeit. Die Diamantoide, samt Schwefel-Atom und Kupfer-Ion, drifteten nun – da sich die winzigen Diamanten gegenseitig anziehen – aufeinander zu und verschränkten sich von selbst zu einer Art Nano-Kabel. Hier gibt’s den Link zur Studie.

Nano-Kabel

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Die Diamantoide sind metallisch, die Schwefel-Atome gelb und die Kupfer-Ionen rot.
© via SLAC National Accelerator Laboratory, CC0

Aufgrund seiner Zusammensetzung hat das Ganze sehr gute elektronische Eigenschaften. Und durch seine Größe eröffnen die Nano-Kabel völlig neue Möglichkeiten: Sie können in Supraleitern verbaut werden; Materialien, die verlustfrei Elektrizität leiten. Oder zum Beispiel in Lasern oder Lichtdioden.

Die Wissenschaftler forschen im Moment auch an anderen Kabel-Arten: Kadmium-, Zink- oder Silber-Teilchen können mithilfe der Diamantoide miteinander verbunden werden. Manche Kabel könnten so groß werden, dass man sie sogar mit bloßem Auge erkennen kann.

Technische Innovationen werden unser Leben in den nächsten Jahren grundsätzlich verändern. Doch wie sieht die Zukunft der Fortbewegung aus? Dieses mögliche Szenario zeigt, wie es 2036 aussehen könnte.

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