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Bauen wie ein Ägypter: So sind die Pyramiden entstanden

Die Pyramiden sind auch noch 4.500 Jahre nach ihrer Entstehung geheimnisvolle Bauwerke. Hier gibt's spannende Fakten - nicht nur zur Cheops-Pyramide.
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Das Wichtigste zum Thema Pyramiden

  • Die mit 146 Metern Höhe und einer Grundfläche von 53.000 Quadratmetern größte ägyptische Pyramide ist die Cheops-Pyramide in Gizeh. Sie besteht aus etwa 2,3 Millionen Steinblöcken mit einem jeweiligen Gewicht von 2,5 bis zu 50 Tonnen und ist als einziges der 7 Weltwunder der Antike bis heute erhalten.

  • In Ägypten gibt es mehr als 100 Pyramiden von unterschiedlicher Größe. Sie wurden aus Kalkstein und Granit gebaut und gelten bis heute als Wunder der Geschichte.

  • Im Inneren einer Pyramide befindet sich meist eine Grabkammer mit dem Sarkophag und mehrere Schatzkammern. Enge, verzweigte Gänge führen dorthin. Oft enden sie in Sackgassen.

  • Nach der Beisetzung der Könige verschlossen die Ägypter die Pyramiden. Keiner sollte die Grabstätten mehr betreten.

Warum bauten die Ägypter Pyramiden und welche Pyramiden gibt es?

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    In den Pyramiden liegen die ägyptischen Könige begraben. Ein sogenannter Pharao wurde damals wie ein Gott verehrt, der eine überdimensionale Grabstätte verdient hatte.

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    Welche Bedeutung der Bau der Pyramiden für das Volk hatte, zeigt sich an den straffen Arbeitszeiten: Die Arbeiter mussten 10 Tage am Stück vermutlich jeweils 10 Stunden am Bau mithelfen, bevor sie einen Tag frei bekamen.

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    In den 1970er Jahren verbreitete der Autor Erich von Däniken die Theorie, dass Außerirdische die Pyramiden gebaut hätten. Nicht mehr als ein Mythos ...

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    Warum sieht eine Pyramide aus wie eine Pyramide? Das ist bis heute ein Rätsel. Eine Erklärung: Vermutlich stellt die Form eine Treppe in den Himmel dar, über die der Pharao nach oben steigen und so sein Volk auch nach dem Tod beschützen sollte.

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    In Gizeh bewacht die Sphinx mit Menschenkopf und Löwenkörper die Pyramiden. Neben der bekannten Cheops-Pyramide sind die Rote Pyramide, die Meidum-Pyramide, die Abusir-Pyramide, die Knickpyramide und die Sakkara-Pyramide bei Touristen besonders beliebt.

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Wie haben die Ägypter die Pyramiden gebaut?

  • Etwa 20 Jahre hat alleine der Bau der Cheops-Pyramide gedauert. Man kann sich kaum vorstellen, dass und wie es die alten Ägypter vor rund 4.500 Jahren ohne moderne Technik geschafft haben, das schwere und sperrige Material teilweise mehr als 800 Kilometer weit bis zum Gizeh-Plateau zu transportieren.
  • Papyrus-Dokumente eines ägyptischen Bauaufsehers zeigen, wie die Pyramide entstanden ist: Arbeiter luden das Gestein auf Holzboote und trieben diese über ein eigens gebautes Kanalsystem voran. Durch riesige Deiche wurde das Wasser vom Nil über künstliche Kanäle abgeleitet.
  • Anschließend schoben Zehntausende Arbeiter die großen Steine über runde Holzstämme aufeinander. Die Stämme waren auf Erdrampen aneinandergereiht.
  • Um den Aufstieg zu erleichtern, wurden vermutlich die Rampen immer höher aufgeschichtet - bis der oberste Stein auf der Pyramide lag. Endgültig belegt ist diese Theorie aber nicht.
Veröffentlicht: 07.12.2019 / Autor: Galileo