Themenseiten-Hintergrund

Sonne, Strand, Nervenkitzel: Kroatien und seine Lost Places

Ein ehemaliger unterirdischer Hangar für Kampfflugzeuge ist nicht die einzige Attraktion. Wir verraten dir, wo Saddam Hussein einst in Champagner gebadet hat - und was es in Kroatien sonst noch zu entdecken gibt.
Teaserbild: Sonne, Strand, Nervenkitzel: Kroatien und seine Lost Places

Das Wichtigste zum Thema Lost Places Kroatien

  • Der südosteuropäische Staat gilt als Eldorado für Urban Explorer. Viele "vergessene Orte" stammen aus der Zeit zwischen 1945 und 1990, in der das Land zu Ex-Jugoslawien gehörte und Sozialistische Republik Kroatien hieß.

  • Die Flugzeugkaverne Željava an der Grenze zu Bosnien war einst der größte unterirdische Hangar in Europa. Er fasste bis zu 80 MiG-21-Kampfflugzeuge. Bis zum Ausbruch der Jugoslawienkriege 1991 wurde der Luftstützpunkt aktiv genutzt.

  • Ein weiterer Lost Place: Von 1952 bis 1980 diente die Galeb dem damaligen Präsidenten Tito als Staatsyacht, auf der er Politiker und auch Hollywood-Stars empfing. Heute liegt das Wrack im Hafen von Rijeka und soll bis Ende 2020 ein schwimmendes Museum werden.

  • Auf der Insel Krk eröffnete 1972 das 5-Sterne-Hotel Haludovo. Als Saddam Hussein dort residierte, soll der Pool mit Champagner gefüllt gewesen sein. Anfang der 1990er waren die goldenen Zeiten vorbei, seit 2002 liegt die Anlage nach einem Ausverkauf (und Plünderungen) des Mobiliars brach.

Hauptstadt-Hype: 10 Dinge, die man in Zagreb tun sollte

1️⃣ Bei einem Stadtspaziergang die Kathedrale, den Ban-Jelačić-Platz und das Nationaltheater besichtigen.
2️⃣ Im Kunstpavillion (Trg kralja Tomislava 22) moderne Kunst gucken.
3️⃣ Mit der azurblauen Standseilbahn von der Unterstadt 66 Meter hinauf in die Oberstadt fahren.
4️⃣ Im Restaurant "Boban" (Gajeva ul. 9) des ehemaligen kroatischen Fußballspielers Zvonimir Boban speisen.
5️⃣ Von der Aussichtsplattform "Zagreb 360°" (Trg bana Jelačića, Ilica 1a) im 16. Stock eines Hochhauses den Rundum-Blick auf die Stadt genießen.
6️⃣ Ein Picknick im Maksimir-Park machen, der 1787 angelegt wurde und zu den ältesten Grünanlagen Europas zählt.
7️⃣ Auf dem Dolac-Markt lokale Spezialitäten (wie die pikante Rohwurst Kulen) schlemmen und Souvenirs shoppen.
8️⃣ In der Ulica kneza Branimira die Street-Art an den Hausfassaden bewundern.
9️⃣ Kroatisches "Handwerksbier" im "Craft Room" (Opatovina ul. 35) bestellen.
🔟 Die Nacht im "Boogaloo Club" (Ulica grada Vukovara 68) durchtanzen, wo Paul van Dyk regelmäßig auflegt.

Zagreb


Kantig, kreativ, kosmopolitisch: Zagreb wird zur Trend-City - der "Lonely Planet" wählte Kroatiens Hauptstadt bereits 2017 auf Platz 1 der besten Reiseziele Europas.
© Getty Images

Der Insel-Guide für Kroatien

Diese Dinge über Kroatien weiß nicht jeder

  • 👔

    Die Krawatte stammt aus Kroatien. Im 17. Jahrhundert banden Frauen ihren Männern, bevor diese in die Schlacht zogen, ein Tuch um den Hals. Der Knoten sollte die Liebe zusammenhalten und stärker sein als der Krieg.

  • Für das Weiße Haus in Washington wurde weißer Kalkstein von der Insel Brač verbaut. Ebenso wie für die Wiener Hochburg und das Budapester Parlament.

  • 🏘️

    Hum in der Region Istrien ist die kleinste Stadt der Welt - mit rund 30 Einwohnern.

  • 🎶

    Die Stufen an der Uferpromenade in Zadar sind als Meeresorgel konstruiert. Die Töne werden unter den Steinplatten von Wind und Wellen erzeugt.

  • 🖋️

    Der Kroate Slavoljub Penkala (1871 - 1922) war ein unermüdlicher Tüftler, der insgesamt 80 Patente anmeldete. Zu seinen bekanntesten Erfindungen gehören der Stift und der Füllfederhalter.

Hier wurde "Game of Thrones" gedreht

Für "Game of Thrones"-Fans lohnt sich ein Ausflug nach Dubrovnik: In der Stadt im Süden Kroatiens kann man einige Drehorte der Serie besichtigen. Die Festung Lovrijenac zum Beispiel, die zur Residenz des Königs wurde. Oder den Park Gradac, in dem die "tödliche" Hochzeit von König Joffrey und Margaery Tyrell stattfand. "Dubrovnik Tours" bietet Führungen zu den verschiedenen Film-Locations an.

Guck mal: GoT-Szenen aus Dubrovnik

Veröffentlicht: 27.09.2020 / Autor: Heike Predikant