Forscher finden heraus: In Luxushäusern wohnen mehr Krabbeltiere
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Forscher finden heraus: In Luxushäusern wohnen mehr Krabbeltiere

vor 2 Jahren

Auch Insekten und Spinnen scheinen einen ausgefallenen Wohnungsgeschmack zu besitzen. Besonders gern lassen sie sich in wohlhabenderen Gegenden nieder, wie Wissenschaftler nun herausgefunden haben.

Schon früher haben Studien gezeigt, dass es zwischen größerem Wohlstand und biologischer Vielfalt einen Zusammenhang gibt. In reicheren Wohngegenden gibt es eine größere Vielfalt an Pflanzen, Vögel, Fledermäuse und Eidechsen. Dieses Phänomen hat den Begriff „Luxus-Effekt“ geprägt.

Nun hat ein Forscher-Team von der California Academy of Science, der North Carolina State University und dem Naturhistorischen Museum von Dänemark untersucht, ob gleiches auch für Krabbeltiere gilt. Für ihre Studie sind sie auf Händen und Knien durch 50 städtische Häuser und Wohnungen in Raleigh, North Carolina, gekrochen. Bei ihrer Zählung wurden sämtliche Gliederfüßer berücksichtigt, also alle Insekten, Spinnentiere, Tausendfüßer und ihre Verwandten.

Grünanlagen ziehen Insekten an

Ihre Funde verglichen die Forscher anschließend mit dem Durchschnittseinkommen der Menschen in der jeweiligen Nachbarschaft, der Größe der Häuser und Wohnungen sowie der umgebenden Vegetation. Dabei fanden sie heraus, dass es in wohlhabenden Nachbarschaften mehr verschiedene Arten von Insekten, Spinnen und Ähnlichem gibt. Laut den Wissenschaftlern liegt das wahrscheinlich daran, dass es in reicheren Gegenden mehr Parkanlagen und größere private Gärten gibt. In den Gärten wächst eine größere Vielfalt an Pflanzen, die die verschiedensten Insekten und Spinnen anziehen – und die gelangen dann durch offene Fenster und Türen in die Häuser und Wohnungen.

Rund 100 verschiedene Gliederfüßer haben die Forscher in einem durchschnittlichen Haus gefunden. Die meisten unserer krabbelnden Mitbewohner sind, entgegen der landläufigen Meinung, aber keine Schädlinge.

Insekten fallen meist nur dann auf, wenn sie einen tierisch nerven. Doch was, wenn sie etwas größer wären? Sagen wir: haushoch? Unser Galileo-Reporter entführt euch in die Welt der Insekten und Spinnentiere:

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