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Berührungen sind für Menschen überlebenswichtig

Berührungen: So wichtig sind sie für dich

Streicheln, Kuscheln, Umarmungen: Das alles fördert nicht nur dein Wohlbefinden, sondern ist überlebenswichtig! Wie Nähe trotz Abstandhalten gelingen kann, erfährst du hier. Außerdem im Clip: Warum Social Distancing so wichtig ist und wie man sich dabei trotzdem nah sein kann.
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Das Wichtigste zum Thema Berührungen

  • Bereits ab der 7. Lebenswoche kann ein Embryo Berührungsreize wahrnehmen. Berührungen bleiben dein ganzes Leben lang überlebenswichtig und sind essentiell für die nonverbale Kommunikation.

  • Deine Haut kann mit bis zu 20 Millionen empfindlichen Sinneszellen innerhalb von Sekunden erkennen, ob es sich um eine positive oder negative Berührung handelt - dafür sorgt ein komplexes Nervenfasersystem.

  • Durch Berührungen schüttet dein Körper Hormone und Neurotransmitter aus. Dein Gehirn verwandelt positive Berührungsreize in Entspannung.

  • Erst Ende der 90er-Jahre entdeckte man die C-taktilen-Fasern, auch Streichelfasern genannt. Sie reagieren am besten auf sanfte Berührungen am Rücken, bei 34 Grad Celsius - diese Temperatur hat deine Fingerspitze.

  • Du berührst Familie und Freunde oft unbewusst. Laut Evolutionspsychologe Professor Robin Dunbar sind das in der Regel fünf feste Personen, mit denen du intensivere Berührungen austauschst.

So heilen, schützen und stärken Berührungen

  • 🍼

    Bei Babys stabilisieren Berührungen die Atmung und regulieren den Blutzuckerspiegel.

  • 💪

    Tägliche Umarmungen stärken dein Immunsystem! Du bist [weniger anfällig für Erkältungen.] (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25526910/)

  • 💗

    Bist du in einer Beziehung mit regelmäßigem Körperkontakt, verringert das laut einer Studie dein Risiko für Herzkreislauf-Erkrankungen. Kostenlose Medizin: 20 Sekunden lang umarmen, dann 10 Minuten Händchen halten.

  • 😡

    Du bist wütend oder sauer? Liebevolle Berührungen bauen Aggressionen ab.

  • 🤕

    Autsch! Instinktiv streichelst du sofort über eine schmerzhafte Stelle, denn Berührung lindert den Schmerz. Das gilt zum Beispiel auch fürs Hände-Halten eines Patienten.

  • 🤦‍♀️

    Voll im Stress? Mit einer Umarmung oder einem Schulterklopfen schüttest du sofort weniger Stresshormone (Cortisol) aus.

  • 😢

    Liebeskummer, Trauer, Verlust: Bei seelischem Schmerz hilft eine Umarmung mehr als Worte. Der Grund: Dein Gehirn aktiviert andere Regionen und schüttet Hormone (unter anderem Oxytocin) aus.

High Five! Mehr Power dank Körperkontakt

High Fives, Schulter-Klopfer, Po-Klapser: US-Wissenschaftler erforschten das Berührungsverhalten in der NBA. Ergebnis? Das Team mit mehr Hugs & Co. schnitt besser ab.
High Fives, Schulter-Klopfer, Po-Klapser: US-Wissenschaftler erforschten das...
Besseres Trinkgeld dank Berührung
Mehr Trinkgeld gibt´s, wenn Kellner:innen ihren Gast berühren. Der sogenannte...
Eine mittelfeste 20-sekündige Umarmung beruhigt dein Baby
Die ideale Umarmung für Babys? Dauert nicht länger als 20 Sekunden und ist...
High Fives, Schulter-Klopfer, Po-Klapser: US-Wissenschaftler erforschten das Berührungsverhalten in der NBA. Ergebnis? Das Team mit mehr Hugs & Co. schnitt besser ab.
Besseres Trinkgeld dank Berührung
Eine mittelfeste 20-sekündige Umarmung beruhigt dein Baby

Das Kuschel-Hormon

Kuschelhormon erklärt


Sozialer Kitt: Schüttest du Oxytocin aus, fühlst du dich verbunden
© Getty Images

Oxytocin ist ein echtes Multitalent: Der Botenstoff besteht aus neun Aminosäuren und wird in deinem Gehirn freigesetzt.

In deinem Körper wird es nach dem Sex ausgeschüttet und lässt dich eine tiefe Verbundenheit zu deiner Partner:in spüren. Deshalb wird es auch: Kuschel- oder Treue-Hormon genannt.

Es fördert Vertrauen und Empathie zwischen Menschen, lindert körperliche Schmerzen und baut Ängste ab.

Übrigens wurde Oxytocin 1906 entdeckt und bedeutet im Altgriechischen "schnelle Geburt". Warum? Bei Frauen löst es die Wehen aus und regt den Milchfluss beim Stillen an.

 

Das hilft dir während des Lockdowns

  • 👫

    Skin Hunger nennen Forscher deine Sehnsucht nach körperlicher Nähe. Aber in Zeiten der Pandemie gilt noch immer: Abstand halten. Folgende Alternativen können die Zeit überbrücken:

  • 🐒

    Eine Studie mit Affen zeigt, dass sich die Tiere in Isolation öfter selbst umarmen, um sich zu trösten. Besser als nichts - nachmachen erlaubt!

  • 💆‍♀️

    Auch wenn du selbst deinen Kopf oder die Hand mit festerem Druck massierst, baust du Stress ab.

  • 🐶

    Oxytocin schüttest du auch aus, wenn du mit Tieren, insbesondere mit Hunden, kuschelst, so schwedische Forscher.

  • 🌳

    Die isländische Regierung ruft während der Corona-Krise auf, Bäume zu umarmen. Warum nicht?

Feelgood: Dieses Video umarmt dich

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Veröffentlicht: 16.05.2021 / Autor: Anna Kaltenhauser