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Darum ist Blutspenden jetzt besonders wichtig

Durch die langen Schließungen der Blutspendedienste werden noch dringender Blutspenden gebraucht als sonst. Alles, was du übers Blutspenden wissen musst - und wie du helfen kannst.

Das Wichtigste zum Thema Blutspenden

  • Blut kann nicht künstlich hergestellt werden. Wenn Kranke oder Unfallopfer zu viel verloren haben, brauchen sie eine Spende - gerade auch in Corona-Zeiten.

  • Um sie zu versorgen, brauchen wir 14.000 Blutkonserven am Tag. 80 Prozent der Deutschen sind zumindest einmal im Leben auf eine Spende angewiesen.

  • Aktuelle Zahlen zeigen, dass es immer weniger Spender gibt. Nur 3 Prozent der Bevölkerung helfen. Viele Stammspender sind mittlerweile zu alt, Nachwuchs bleibt aus.

  • Durch die Corona-Krise verschärft sich das Problem. Zuletzt fehlte es nicht nur an Spendern, sondern auch an Räumlichkeiten, weil z. B. Schulen geschlossen waren.

  • Ständiger Nachschub ist jedoch wichtig, denn eine Blutspende ist nur 42 Tage haltbar.

Blutspenden in Corona-Zeiten: Die wichtigsten Antworten

  • Dann gehe ich am besten zum nächsten Termin, oder?

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    "Besser verteilt im Mai, Juni oder Juli gehen", rät Patric Nohe vom Roten Kreuz. "Die Kontinuität ist wichtig, gerade wenn die Krise noch länger dauert."

  • Erfahre ich dort auch, ob ich Corona habe?

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    Nein. Ob du dich mit Covid-19 infiziert hast, kann nur ein Rachen-, Mund- oder Nasenabstrich klären. Wenn du dich krank fühlst oder Kontakt zu Infizierten hattest, darfst du nicht zur Blutspende.

  • Kann ich mich beim Spenden mit Corona anstecken?

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    Beim Blutspenden gelten strenge Hygienevorschriften. "Es besteht kein erhöhtes Ansteckungsrisiko", sagt Nohe. Es gibt auch keine Hinweise darauf, dass Covid-19 über das Blut übertragen wird.

  • Kann die Blutspende klären, ob ich das Virus schon hatte?

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    Nein, das ist noch nicht möglich. Forscher arbeiten derzeit noch an Tests, die Antikörper im Blut zuverlässig nachweisen sollen.

Wem hilft deine Blutspende?

Darf ich teilnehmen? Diese Kriterien gelten für Spender

Frauen dürfen 4-mal, Männer 6-mal im Jahr spenden. Du solltest zwischen 18 und 68 Jahre alt und gesund sein, keine Infektionskrankheiten haben und mindestens 50 Kilo wiegen.

Du darfst 4 Wochen vor der Spende keine Drogen genommen haben (Rauchen ist erlaubt), und nach Impfungen, Operationen, Tätowierungen oder Piercings (auch Ohrlöcher) musst du eine Wartezeit einhalten.

Für homosexuelle Männer und Transsexuelle gelten strengere Kriterien. Sie dürfen nur Blut spenden, wenn sie angeben, ein Jahr lang keinen Sex gehabt zu haben. Diese Ungleichbehandlung steht in der Kritik.

Passt alles für eine Spende? Mach hier den Test!

Einmal anzapfen, bitte: Das passiert bei einer Blutspende

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    Davor: Vor Ort musst du einen Fragebogen ausfüllen. Ein Arzt checkt, ob Temperatur, Puls, Blutdruck und dein Hämoglobinwert (das ist der Stoff in deinem Blut, der Sauerstoff bindet) okay sind. Denk dran: Vorher genug essen und trinken, eine Stunde davor nicht mehr rauchen und keinen Sport machen - und den Ausweis nicht vergessen.

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    Währenddessen: Innerhalb von 7 bis 12 Minuten wandert ein halber Liter deines Bluts in einen Beutel. Danach darfst du dich eine halbe Stunde ausruhen. Dein Blut wird im Labor überprüft, z. B. auf HIV. Stimmt etwas nicht, wirst du benachrichtigt.

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    Danach: Nach 30 Minuten sollte sich dein Kreislauf stabilisiert haben. Um den Flüssigkeits- und Eiweißverlust auszugleichen, braucht der Körper noch 2 Tage. Nach 2 Wochen hat er alle abgenommenen Blutzellen ersetzt. Bis die Eisenwerte wieder im Lot sind, dauert es allerdings 2 bis 3 Monate. Hilfreich sind dann Eisentabletten.

Blutgruppen-Übersicht: Wer kann wem spenden?

Veröffentlicht: 22.05.2020 / Autor: Chris Tomas

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