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Corona: 5 Nachrichten, die uns Hoffnung machen

Die Auswirkungen des Coronavirus werden immer spürbarer. Doch es gibt auch Meldungen, die Anlass zu Hoffnung und Zuversicht geben. Wir haben 5 aufgeschrieben.

Fast die Hälfte der Infizierten ist komplett genesen

  • 🤒

    Mittlerweile haben sich weltweit rund 170.000 Menschen (Stand: 16. März 2020, 9:00 Uhr) nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.

  • 😃

    Die gute Nachricht: Insgesamt sind knapp 77.000 Infizierte - also etwas weniger als die Hälfte - wieder vollständig gesund.

  • 🇩🇪

    In Deutschland sind aktuell fast 6.000 Menschen mit der Krankheit infiziert. 51 von ihnen sind wieder genesen.

  • 🇨🇳

    In China gehen die Infizierungen, die insgesamt etwas über 80.000 sind, bereits zurück. In den letzten Tagen haben sich so wenige Menschen angesteckt wie zu Beginn der Pandemie.

  • 👌

    Am Donnerstag, den 12. März, gab die chinesische Regierung nur 20 landesweit neu bestätigte Ansteckungsfälle seit dem Vortag bekannt.

  • 〽️

    Laut der Pekinger Gesundheitskommission habe China den Höhepunkt der Coronavirus-Ausbreitung überschritten.

  • 👥

    Wie hoch die Dunkelziffer an neuen Infizierten tagtäglich ist, lässt sich aber nicht sagen.

Wirkstoffe gegen das Coronavirus werden gesucht

Bislang gibt es noch keine Impfstoffe gegen das Coronavirus. Aber: Es wird eifrig geforscht. Besonders an Universitäten und Instituten wird an einer Impfung gegen eine Infektion mit dem Coronavirus geforscht.

Das Robert-Koch-Institut verweist auf seiner Website auf Berichte, wonach ein erster potenzieller Impfstoff bereits ab  Ende April in einer klinischen Studie erprobt werden könnte.

Auch zu möglichen Medikamenten gegen eine bestehende Infektion sollen bereits Studien anlaufen. Unter anderem sollen sogenannte Proteaseinhibitoren in Kombination mit Interferonen an Patienten getestet werden, die sich bereits angesteckt haben.

Die Suche nach einem Impfstoff läuft auf Hochtouren


Die Suche nach einem Impfstoff läuft auf Hochtouren
© picture-alliance/ dpa

 

Ein weiterer aussichtsreicher Ansatz: Mittel, die schon gegen Ebola-Erreger und andere gefährliche Viren versuchsweise verabreicht wurden. In China soll es bereits gelungen sein, mit diesen Mitteln Patienten zu heilen.

In China und Russland soll Berichten zufolge zudem das antivirale Mittel Umifenovir gegen Sars-CoV-2 getestet werden. Dieses Medikament wird in beiden Ländern bei Influenza eingesetzt, in Europa und den USA ist es nicht zugelassen. Im Labor soll Umifenovir unter anderem gegen Ebolaviren, Hepatitis-B-Viren und Coronaviren wirksam gewesen sein.

Dennoch betonen viele Wissenschaftler, Forschungsinstitute und Pharmaunternehmen, dass es noch Zeit benötigt, um einen Impfstoff herzustellen.

Die Umwelt sagt danke

Wegen der Coronavirus-Epidemie ist in China die Luftverschmutzung zurückgegangen. Satellitenbilder der NASA zeigen regelmäßig gelbbraune Schwaden aus Stickstoffdioxid (NO2) über den großen chinesischen Ballungsregionen. Aufgrund der Quarantänemaßnahmen der Behörden lichtete sich der Smog.

 


Nasa Earth Observatory, Joshua Stevens
© Nasa Earth Observatory, Joshua Stevens

 

Wie die NASA bekannt gab, sei zuerst die Abnahme an Stickstoffdioxid in der Luft über Wuhan sichtbar geworden.

Von dort sind Ende letzten Jahres die ersten Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 gemeldet worden. Daraufhin mussten sich viele Einwohner in Quarantäne begeben und der Verkehr in und aus der Stadt wurde eingestellt. Auch Fabriken und Produktionsstätten - zum Teil von europäischen Firmen wie VW - wurden geschlossen.

"Das ist das erste Mal, dass ich so einen dramatischen Rückgang über so einer großen Fläche auf Grund eines spezifischen Ereignisses sehe", sagte NASA-Wissenschaftlerin Fei Liu.

Zuvor sei unter anderem während der Wirtschaftskrise 2008 ein gradueller Rückgang zu beobachten gewesen.

100-Jähriger besiegt das Coronavirus

Besonders für ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen kann eine Corona-Infektion gefährlich werden.

Dass aber auch eine Infektion von älteren Menschen gemeistert werden kann, beweist diese Geschichte: Chinesische Behörden haben vermeldet, dass ein 100-Jähriger nach überstandener Infektion ein Krankenhaus in Wuhan verlassen konnte.

Damit soll der Herr der bislang älteste Coronavirus-Überlebende sein, gab die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua bekannt.

Der Patient sei mit Medikamenten behandelt worden, die einst zur Bekämpfung von Ebola eingesetzt wurden, heißt es.

Der 100-Jährige litt zudem unter mehreren Vorerkrankungen wie Herzproblemen und Bluthochdruck. Zunächst sei sein Zustand kritisch gewesen. Nach zwei Wochen konnte er das Krankenhaus aber verlassen.

Nach Saison-Unterbrechung: Italienische Fußballfans spenden

  • ✌️

    Die Coronavirus-Krise bietet auch Momente der Menschlichkeit und des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

  • 🇮🇹

    Im besonders stark betroffenen Italien fanden am Donnerstag die Europa-League-Spiele der italienischen Fußball-Clubs AS Rom und Atalanta Bergamo ohne Zuschauer statt.

  • 💶

    Die Fans der beiden Vereine wurden für ihre bereits gekauften Tickets entschädigt und bekamen die Eintrittspreise zurück.

  • 🏥

    Die meisten behielten das Geld aber nicht: Sie beschlossen, das Geld an Krankenhäuser zu spenden, in denen Corona-Patienten behandelt werden.

  • 🙏

    Anhänger von Bergamo wollen 40.000 Euro an das Krankenhaus ihrer Stadt überweisen. Fans der Roma wollen ihre Spenden dem Lazzaro Spallanzani Krankenhaus zukommen lassen.

Veröffentlicht: 16.03.2020 / Autor: Benjamin Reibert

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