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Corona-Nothilfe für Studenten - und 4 weitere Good News

Seit 7 Tagen überschreitet kein deutscher Landkreis die kritische Grenze von Neuinfektionen, Ikea will die in Anspruch genommenen Corona-Hilfen zurückzahlen und Corona-Apps in Europa sollen vernetzt werden.
Viele Studenten hat die Corona-Krise auch in eine finanzielle Krise gestürzt. Nebenjobs, wie in der Gastronomie fielen weg.

#1: Keine roten Flecken seit 7 Tagen

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    Die Infektions-Karte für Deutschland weist seit Mittwoch keine roten Flecken mehr auf.

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    Laut den neuesten Zahlen des Robert Koch-Instituts überschreitet kein Kreis die kritische Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen.

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    Zuletzt lag der Wert im bayrischen Kreis Aichach-Friedberg über dieser Grenze.

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    Dort kam es zu einem Corona-Ausbruch auf einem Spargelhof.

#2: Studenten können ab dieser Woche Corona-Hilfe beantragen

Die wegen der Corona-Virus-Pandemie in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Studenten können mit einer Nothilfe des Staates rechnen.

"Ab Dienstag können die Betroffenen nicht rückzahlbare Zuschüsse von bis zu 500 Euro pro Monat über ein bundesweit einheitliches Online-Verfahren beantragen", sagte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek.

Anja Karliczek (CDU), Bundesministerin für Bildung und Forschung


Anja Karliczek gab diese Woche den Zuschuss-Plan für Studenten bekannt
© picture alliance/Michael Kappeler/dpa

 

Die Anträge würden dann vom jeweils vor Ort zuständigen Studenten- oder Studierendenwerk bearbeitet. Die Hilfe steht Studenten aus dem In- und Ausland zu - ganz unabhängig von Alter und Semesteranzahl. Karliczek weiter: "Entscheidendes Kriterium ist die pandemiebedingte individuelle, akute Notlage."

Studenten sind besonders von der Pandemie betroffen, da rund zwei Drittel von ihnen vor der Ausbreitung des Corona-Virus einem Nebenjob nachgegangen sind, um ihr Studium zu finanzieren. Viele dieser Jobs - besonders in der Gastronomie - sind weggefallen.

#3: Vernetzung der Corona-Apps in Europa

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    Die europäischen Corona-Apps sollen künftig Daten untereinander austauschen können.

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    Dadurch soll die Kontaktverfolgung von Infizierten über Ländergrenzen hinweg möglich gemacht werden.

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    Darauf einigten sich Deutschland und mehrere andere Länder, wie die EU-Kommission mitteilte.

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    Mit an Bord sind alle Länder, deren Apps auf eine dezentrale Speicherung der Daten setzen.

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    Neben Deutschland sind das rund 15 andere EU-Länder sowie Liechtenstein und Norwegen.

#4: Ikea will Corona-Hilfen zurückzahlen

Das schwedische Möbelunternehmen will einer Reihe von Ländern die in der Corona-Virus-Krise bewilligten Hilfen zurückzahlen.
Man befinde sich mit mehreren Regierungen in Gesprächen darüber, die Mittel zurückzugeben, die man zu Hochzeiten der Corona-Virus-Pandemie als Unterstützung bei der Lohnfortzahlung erhalten habe, teilte Ingka, der Ikea-Mutterkonzern, mit.

#5: Kinder sind wohl keine Treiber der Corona-Ausbreitung

Laut einer Studie aus Baden-Württemberg stecken sich Kinder wohl seltener mit dem Corona-Virus an als ihre Eltern. Sie seien daher nicht als Treiber der Infektionswelle anzusehen, sagte Klaus-Michael Debatin, Ärztlicher Direktor der Kinderklinik am Universitätsklinikum Ulm.

Für die Studie waren etwa 5.000 Menschen ohne Corona-Symptome auf das Virus und auf Antikörper dagegen getestet worden - unter ihnen ca. 2.500 Kinder unter 10 Jahren und je ein Elternteil. Die Studie wurde bisher noch nicht in einem Fachjournal veröffentlicht.

"Wir vermissen das Spielen, das Lachen, euch Kinder, mit euch Kuscheln und mit euch Geschichten erzählen" steht auf einem großen Banner an der Fassade eines Kindergartens in Baden-Württemberg.


"Wir vermissen das Spielen, das Lachen, euch Kinder, mit euch Kuscheln und mit euch Geschichten erzählen" steht auf einem großen Banner an der Fassade eines Kindergartens in Baden-Württemberg.
© picture alliance/Christoph Schmidt/dpa

 

Im Untersuchungszeitraum war nur ein Elternteil-Kind-Paar infiziert. 64 Getestete hatten Antikörper gebildet und weitgehend unbemerkt eine Corona-Infektion durchlaufen, was einer Häufigkeit von 1,3 Prozent entspricht. Darunter befanden sich 45 Erwachsene und 19 Kinder.

Die Rolle von Kindern bei der Verbreitung des Corona-Virus spielt eine besondere Rolle bei der Wiedereröffnung von Kitas und Grundschulen.

Veröffentlicht: 18.06.2020 / Autor: Benjamin Reibert