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Mann mit Maske um den Arm am Strand

Delta-Variante: Welche Urlaubsländer sind betroffen?

Die Delta-Variante des Corona-Virus ist auf dem Vormarsch. In Großbritannien und Portugal sorgt sie bereits für einen Anstieg der Fall-Zahlen und erneute Einschränkungen. In welchen Ländern sich Delta ausbreitet und was das für den Sommer-Urlaub bedeutet, erfährst du hier. Im Clip: Fakten-Check Mutationen.
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Das Wichtigste zum Thema Delta-Variante

  • Die Delta-Variante ist um 40 bis 60 Prozent ansteckender als die Alpha-Variante. Zudem führt sie vermutlich öfters zu schweren Corona-Verläufen.

  • Hinzu kommt, dass der Impf-Schutz gegen die Delta-Variante weniger gut greift. Besonders nach nur einer Impfung ist der Schutz mit rund 34 Prozent gering.

  • In Indien trieb die Delta-Variante die Infektionszahlen zwischen März und Mai rasant in die Höhe. Mittlerweile wurde die Variante in mehr als 60 Ländern nachgewiesen - darunter auch Deutschland und viele weitere EU-Länder.

  • Portugal gilt ab dem 29. Juni sogar als Virus-Varianten-Gebiet. Das heißt unter anderem, dass Urlaubsrückkehrer 14 Tage in Quarantäne müssen. Die kann nicht durch einen negativen PCR-Test verkürzt werden und gilt auch für vollständig Geimpfte und Genesene. Wie es um andere beliebte Urlaubsländer steht, liest du auf dieser Seite.

  • In Deutschland ist die Delta-Variante derzeit für 15 Prozent der Corona-Fälle verantwortlich. Der Anteil der Alpha-Variante nimmt dagegen ab. Aktuell liegt er bei 75 Prozent. Laut RKI-Chef Lothar Wieler wird Delta spätestens im Herbst bei uns die dominierende Variante sein. Charité-Virologe Christian Drosten geht sogar von nur wenigen Wochen aus.

Delta-Virus-Varianten-Gebiet: Hier solltes du auf keinen Fall hinfahren

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    Vorweg: Expert:innen raten eindringlich vor Reisen in Delta-Gebiete ab. Die Variante ist ansteckender, wohl gefährlicher und die Impfungen wirken schlechter. Dies ist nicht nur für die Urlauber:innen selbst eine Gefahr, sondern auch für die Bewohner:innen Deutschlands, wenn die Reise-Rückkehrer Delta mit nach Hause bringen.

  • In Großbritannien, wo Delta schon einen Anteil von 99 Prozent erreicht hat, steigen die Fall-Zahlen bereits rasch an. Wochenlang lag dort die Inzidenz bei 20, heute sind es fast 150. Eigentlich plante das Land ab 21. Juni Lockerungen der Corona-Restriktionen, doch wegen Delta wurden diese um mindestens einen Monat verschoben.

  • Schon Mitte Juni wurde Lissabon wegen zahlreichen Infektionen mit Delta abgeriegelt. Die Variante ist dort bereits für mehr als 70 Prozent aller neuen Fälle verantwortlich - stark betroffen ist auch die Algarve. Landesweit sind es über 50 Prozent. Das RKI stuft Portugal ab dem 29. Juni als Virus-Varianten-Gebiet ein. Einige Reise-Unternehmen wollen deutsche Urlauber:innen umgehend zurückzuholen. Geplante Lockerungen hat die portugiesische Regierung ausgesetzt.

  • In den letzten Wochen breitete sich Delta auch in Russlands Hauptstadt Moskau stark aus. Laut Bürgermeister Sergej Sobjanin liegt hier der Anteil schon bei 90 Prozent. Binnen der vergangenen 2 Wochen verdreifachten sich dadurch die Neu-Infektionen. Ab dem 29. Juni gilt ganz Russland als offizielles Virus-Varianten-Gebiet.

  • Indien ist natürlich auch weiterhin Delta-Risiko-Gebiet. Welche Länder aktuell als Virus-Varianten-Gebiet einstuft werden und welche Konsequenzen das hat, erfährst du auf der Webseite des Robert Koch-Instituts.

Die Corona-Varianten und ihr neuen Namen

Namen für Corona-Varianten

Am meisten Sorge bereitet aktuell die Delta-Variante.

Hier ist die Delta-Variante auf dem Vormarsch

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    Auch in Spanien breitet sich Delta aus. Laut Angaben der Behörden ist sie bereits für 10 Prozent der Fälle verantwortlich. In Katalonien und an der beliebten Costa Brava ist sogar schon jede 5. Infektion auf die Delta-Variante zurückzuführen. Als Risikogebiete gelten derzeit generell Andalusien, Navarra, Baskenland, La Rioja und Ceuta.

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    In Österreich ist die Delta-Variante für über ein Viertel der neuen Corona-Fälle verantwortlich. Noch ist die Inzidenz vergleichsweise gering, die Sorge vor einem Anstieg aber groß.

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    Frankreichs Inzidenz liegt bei rund 20. Viele Regionen gelten als Risikogebiete. Zudem nimmt der Anteil der Delta-Variante (aktuell rund 10 Prozent) von Tag zu Tag zu. Zwischen Bordeaux und der spanischen Grenze an der Atlantikküste beträgt er bereits 70 Prozent.

Was bei Corona in deinem Körper passiert

Was die Corona-Viren in deinem Körper anrichten und wieso du davon krank wirst, erklären wir im Clip. Plus: Welche Symptome am häufigsten auftreten und ab wann Covid-19 richtig gefährlich wird.

In diesen Urlaubsländern ist die Delta-Mutation bisher wenig vertreten

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    Griechenland gilt nicht mehr als Risikogebiet und auch die Delta-Variante scheint dort noch kaum verbreitet zu sein.

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    Die Inzidenz von Italien liegt nur noch bei 9. Der Delta-Anteil ist dort vermutlich noch recht gering. Es gibt allerdings erste Hotspots.

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    In Dänemark ist Delta bisher auch noch kaum ein Problem. Die Inzidenz liegt dort bei etwas über 20.

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    Die Türkei ist weiterhin Risikogebiet mit einer Inzidenz von über 45. Der Delta-Anteil ist dort bislang allerdings gering.

Veröffentlicht: 27.06.2021 / Autor: Carina Neumann-Mahlkau