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2G-Regel, Corona

Geimpft oder genesen statt getestet: Ist 2G sicherer als die 3G-Corona-Regel?

Können wir durch die 2G-Regel die Pandemie schneller beenden und wo müssen Getestete bereits draußen bleiben? Außerdem: Was es mit der neuen 2G plus- und 3G plus-Regel auf sich hat, das erfährst du hier.
Geimpft oder genesen statt getestet: Ist 2G sicherer als die 3G-Corona-Regel?
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Das Wichtigste zum Thema 2G-Regel

  • Seit dem 23. August 2021 gilt in Deutschland die 3G-Regel ab einer Inzidenz von 35 in öffentlichen Räumen.

  • Das bedeutet: Bestimmte Orte dürfen nur Menschen besuchen, die geimpft, genesen oder getestet sind. Alle anderen müssen draußen bleiben.

  • Zu diesen Orten zählen: Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, Einrichtungen der Behindertenhilfe, Restaurants, Bars und Hotels, Veranstaltungen aller Art in Innenräumen, sowie alle Anbieter körpernaher Dienstleistungen, zum Beispiel Friseure.

  • Bayern setzt auch teilweise auf die 3G plus Regel. Sie erlaubt es, an Veranstaltungen teilnehmen, wenn man geimpft oder genesen oder mit einem PCR-Test getestet ist. Der Vorteil: PCR-Tests sind genauer und sicherer als Schnell- oder Selbsttests. Der Nachteil: Sie sind teurer und unflexibel.

  • Nun haben einige Bundesländer Unternehmen eine weitere Option angeboten: die 2G-Regel, die sich ausschließlich an Geimpfte und Genese richtet – und nicht mehr an Getestete.

  • Wer nur noch Genesenen oder Geimpften Eintritt gewährt, etwa in Bars oder Kinos, kann je nach Bundesland auf große Teile der Corona-Beschränkungen verzichten, wie beispielsweise die Personenobergrenze, das Abstandsgebot und sogar die Sperrstunde.

2G und 3G: Kleiner Unterschied, große Folgen

  • ⁉️

    Für wen gilt die 2G-Regel?

    Für alle, die geimpft oder genesen sind. Dazu zählt:

    1. Wer vollständig und mindestens seit 14 Tagen gegen Corona geimpft ist.
    2. Wer in den vergangenen 28 Tagen bis 6 Monaten nachweislich am Coronavirus erkrankt war.
    3. Und Menschen, die sich vor längerer Zeit mit dem SARS-CoV-2-Virus infiziert hatten und im Anschluss mindestens einmal geimpft wurden.
  • ⁉️

    Wofür steht das 3. G?

    Für alle Getesteten. Als getestet gilt, wer einen maximal 72 Stunden alten negativen PCR-Test oder einen maximal 24 Stunden alten negativen Antigen-Test vorweisen kann.

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    Haben Genesene und Geimpfte Vorteile?

    Ja, in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens brauchen diese Menschen keine negativen Corona-Tests mehr. Zum Beispiel wenn sie ins Fitnesscenter, zur Massage oder ins Restaurant möchten.

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    Gibt es auch Unterschiede bei der Einreise nach Deutschland, etwa nach einem Urlaub?

    Bisher gelten für 2G- und 3G-Personen bereits gelockerte Einreisebeschränkungen nach Deutschland. Geimpfte und Genesene sind sogar von der Quarantänepflicht befreit, wenn sie in einem Hochrisikogebiet waren.

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    Kann ich mich weiterhin kostenlos auf Corona testen lassen?

    Nein. Ab 11. Oktober 2021 werden Corona-Bürgertests kostenpflichtig. Gratistests gibt es nur für Menschen, die zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können oder für die es keine Impfempfehlung gibt, wie es derzeit für Kinder unter 12 Jahren der Fall ist.

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2G oder 3G: Welche Regel verspricht mehr Schutz für unsere Gesundheit?

Immer mehr Bundesländer bieten Veranstaltungsunternehmen und Gastronomie die 2-G-Regel als Möglichkeit an, um die Corona-Maßnahmen lockern zu können. Doch bringt diese Variante wirklich mehr Sicherheit? Was dafür und was dagegen spricht.

✅ Unter Geimpften und Genesenen gibt es kaum noch schwere oder tödliche Verläufe.

Schnelltests bieten keine 100prozentige Sicherheit, das zeigt eine aktuelle Studie der Universität Würzburg. Wer negativ getestet ist, kann trotzdem infiziert sein und andere anstecken. Die Zuverlässigkeit hängt vom Zeitpunkt der Infektion und des Tests ab. Dabei gilt: Je näher Infektion und Testung zusammenliegen, desto ungenauer ist das Ergebnis.

✅ Unter Nicht-Geimpften ist die Inzidenz deutlich höher als unter Geimpften.

❌ Auch Geimpfte oder Genesene können sich erneut mit dem SARS-CoV-2-Virus infizieren, das Virus weitergeben und an Covid-19 erkranken. Bei Geimpften sprechen Mediziner von einem Impfdurchbruch.

👉 Fazit: Aus Sicht einer möglichen Covid-19-Erkrankung ist die 2G-Variante sicherer.

In diesem Bundesländern gilt die 2G-Corona-Regel bereits als Option

  • Hamburg

  • Berlin

  • Hessen

  • Sachsen-Anhalt

  • Brandenburg

  • 🤔

    Niedersachsen zieht die Einführung der 2G-Regel in Betracht.

  • 👉

    In Baden-Württemberg tritt die 2G-Regel automatisch bei hohen Inzidenzen in Kraft.

2G statt 3G: Zurück zur Normalität oder versteckter Impfzwang?

Kaum eine Debatte wird so hitzig geführt wie die über 2G oder 3G. Aber warum eigentlich?

Die wichtigsten Argumente und Hoffnungen der 2G-Befürworter:

  • Konsequentes Impfen würde schneller wieder Normalität in den Alltag bringen, da so auch die Hygiene- und Abstandsregeln gelockert werden könnten.
  • Zudem sollen durch 2G Menschen zur Corona-Impfung motiviert werden. Das wäre aufgrund der schleppenden Impfbereitschaft gut.

Die wichtigsten Argumente und Befürchtungen der 2G-Kritiker:

  • Durch die 2G-Option und den Wegfall kostenloser Corona-Bürgertests fühlen sich viele Menschen unter Druck gesetzt und empfinden das als Impfzwang durch die Hintertür.
  • Auch seitens der Gastronomie gab es kritische Anmerkungen. Einige hatten das Gefühl, die Politik habe die Verantwortung auf sie abgewälzt. Denn jeder einzelne muss die Entscheidung treffen und mittels des Hausrechts durchsetzen. Entsprechend riskierten Veranstalter:innen und Gstronom:innen in der Vergangenheit auch den Unmut von Gästen, die mit 2G nicht einverstanden sind.
  • Besonders Familien mit Kindern unter 12 Jahren für die es noch keine Impfangebote gibt, würden durch 2G benachteiligt und von Veranstaltungen ausgeschlossen.

Diese Impfstoffe gegen Corona sind in Deutschland zugelassen

Corona-Impfungen im Vergleich

Gut zu wissen: Die STIKO empfiehlt bei AstraZeneca einen Abstand von 12 Wochen zwischen der 1. und 2. Impfung. Nach Absprache mit der Ärztin oder dem Arzt kann der Abstand im Rahmen des nach der Zulassung möglichen Zeitraums zwischen 4 und 12 Wochen liegen. Durch einen kürzeren Impf-Abstand verringert sich jedoch der dauerhafte Impf-Schutz.

Und was ist 2G plus?

Einige Bundesländer bieten zusätzlich 2G plus an. Das bedeutet: Für Geimpfte und Genesene gibt es keine Begrenzung für Zusammenkünfte mehr. Zudem darf eine bestimmte Anzahl getesteter Menschen (plus) dazukommen.

Die Menge der getesteten Anwesenden richtet sich nach der jeweils herrschenden Warnstufe. Je höher diese ist, desto weniger Getestete dürfen bei Veranstaltungen dabei sein.

Veröffentlicht: 12.10.2021 / Autor: Stephanie Arndt