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Omikron-Variante BA.2: Was bisher über den Virus-Subtyp bekannt ist

Omikron-Subtyp BA.2: Was wir bisher über die Unter-Variante wissen

Omikron hat schon jetzt das Infektionsgeschehen fest im Griff - jetzt verbreitet sich in einigen Ländern noch ein Subtyp der neuen Virus-Variante. BA.2 soll noch ansteckender sein - aber kann der Omikron-Ableger die Pandemie beeinflussen? Was bisher bekannt ist. Im Clip: Das passiert bei Corona in deinem Körper.
Omikron-Subtyp BA.2: Was wir bisher über die Unter-Variante wissen
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Das Wichtigste zum Thema Omikron-Subtyp BA.2

  • Omikron ist gekommen, um zu bleiben: Mit 89,1 Prozent aller aktuell an die WHO übermittelten Fälle ist die Virus-Variante weltweit dominierend (Stand: 25. Januar).

  • Für immer mehr dieser Infektionen ist die Virus-Variante BA.2 verantwortlich - ein Subtyp der ursprünglichen Omikron-Variante.

  • Unter anderem in Dänemark, Schweden, Indien und Großbritannien ist die Subvariante bereits flächendeckend angekommen. In über 40 Ländern weltweit wurde sie nachgewiesen. Auch in Deutschland sind bereits Fälle mit dem Subtyp BA.2 bekannt.

  • Die Unter-Variante gilt als ansteckender, aber ist sie dadurch auch gefährlicher? Wir haben alle Fakten zu BA.2 im Überblick zusammengestellt.

Insgesamt 3 Subtypen in der Omikron-Familie

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    Neben der Ursprungsvariante B.1.1.529, die im November 2021 erstmals in Südafrika nachgewiesen wurde, sind bisher 3 Subtypen der Omikron-Variante bekannt: BA.1, BA.2 und BA.3.

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    Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) sind fast alle nachgewiesenen Omikron-Infektionen in Deutschland aktuell auf den Subtyp BA.1 zurückzuführen. BA.2 tritt immer häufiger auf, BA.3 hingegen bisher nur einmal.

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    In vielen Ländern, auch in Europa, ist BA.2 allerdings auf dem Durchmarsch. Expert:innen gehen deshalb davon aus, dass der Subtyp auch in Deutschland bald vorherrschend sein wird.

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    Das Portal outbreak.info, das Daten aus der weltweiten Wissenschafts-Initiative GISAID zusammenträgt, veranschaulicht weltweit die Abnahme des Subtyps BA.1, während der Omikron-Ableger BA.2 weiter Fahrt aufnimmt.

Virus-Subtypen sind keine Seltenheit

Das Corona-Virus mutiert fortlaufend - Subtypen treten bei Viren deshalb häufig auf. Zum Vergleich: Die erste mutierte Corona-Variante Alpha, die Anfang 2021 in Deutschland vorherrschte, umfasst insgesamt 8 Ableger. Von der Delta-Variante, die erst durch Omikron verdrängt wurde, haben Wissenschaftler:innen mittlerweile ganze 214 Subtypen erfasst.

Subtypen weisen die wesentlichen Charakteristika ihrer "Mutter-Varianten" auf, sie unterscheiden sich aber nicht so stark voneinander wie beispielsweise die Omikron-Variante von Delta. BA.2 scheint sich nach aktuellem Stand jedoch aufgrund massiverer Mutationen gegen die "Geschwister-Subtypen" durchzusetzen.

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Ist BA.2 ansteckender als bisherige Varianten?

BA.2 breitet sich mit enormem Tempo in vielen Ländern aus - das lässt darauf schließen, dass der Subtyp noch ansteckender als bisher. "Was uns überrascht hat, ist die Schnelligkeit, mit der diese Untervariante, die in Asien in großem Umfang zirkuliert, sich in Dänemark ausgebreitet hat", erklärt der französische Epidemiologe Antoine Fahault.

Dänische Wissenschaftler:innen haben in einer vorläufigen Studie das Infektionsrisiko durch BA.2 mehr als doppelt so hoch eingestuft wie noch bei Subtyp BA.1. Die Einschätzung gilt gleichauf mit und ohne Grund-Immunisierung. Das Risiko, das Virus weiterzugeben bleibt hingegen nur für Ungeimpfte sehr hoch.

Immunologe Carsten Watzl warnt durch BA.2 vor einer Verlängerung der Omikron-Welle

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Welchen Einfluss könnte BA.2 auf die Corona-Pandemie haben?

  • Wie die Sub-Variante auf den Verlauf der Pandemie bestimmen könnte, ist aktuell noch nicht genau abschätzbar. Genauere Zahlen und Studien stehen noch aus.

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    Bislang deutet aber nichts darauf hin, dass der Subtyp zu schwereren Krankheitsverläufen führt als bisher.

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    Vor allem die Impfung verhindere auch bei BA.2 weitestgehend schwere Erkrankungen und die Weitergabe des Virus, wenn auch in geschwächter Form im Vergleich zu früheren Varianten, heißt es im Ergebnis-Bericht der dänischen Studie.

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    Die Schlussfolgerung des Forschungsteams lautet im Fazit: "Wir schließen daraus, dass Omikron BA.2 von Natur aus wesentlich besser übertragbar ist als BA.1."

  • Deutsche Expert:innen gehen deshalb davon aus, dass sich die Omikron-Welle noch weiter hinziehen wird. Der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen hält Lockerungen in den nächsten Wochen für unrealistisch. "Es ist möglich, dass sich die Trendwende um mehrere Wochen verzögern könnte", erklärte er in einem Interview.

Veröffentlicht: 01.02.2022 / Autor: Nicole Lemberg