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Patentfreier Corona-Impfstoff

Patentfreier Corona-Impfstoff aus Afrika kommt bald

Die WHO hat gemeinsam mit einem Forschungszentrum in Südafrika einen patentfreien Corona-Impfstoff auf mRNA-Basis entwickelt. Dieser soll in ärmeren Ländern verteilt werden. Was das für den Verlauf der Pandemie heißen könnte, erfährst du hier.
Patentfreier Corona-Impfstoff aus Afrika kommt bald
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Das Wichtigste zum Thema Patentfreier Corona-Impfstoff

  • Ein Hoffnungsschimmer in der weltweiten Pandemie-Bekämpfung: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bringt die Produktion eines patentfreien Impfstoff-Kandidaten ins Rollen.

  • Während in westlichen Ländern bereits über den 4. Pieks diskutiert wird, haben ärmere Nationen immense Probleme mit der Impfstoff-Verteilung.

  • Ein südafrikanisches Unternehmen hat nun erfolgreich einen Impfstoff auf mRNA-Basis entwickelt - und das ohne Unterstützung der Vorreiter auf diesem Technologie-Gebiet. Die Biotech-Firmen BioNTech und Moderna lehnen eine Zusammenarbeit laut der WHO bisher ab.

Erster Corona-Impfstoff ohne Patentschutz in den Startlöchern

Impfschutz für alle: Was bisher nur als beharrliche Forderung galt, rückt jetzt ein Stückchen näher Richtung Realität. Die WHO hat mit einem Projekt den Startschuss für einen patentfreien Corona-Impfstoff gesetzt.

Das ausgewählte Biotechnologie-Unternehmen Afrigen Biologics and Vaccines kann bereits nach wenigen Wochen einen vielversprechenden Wirkstoff präsentieren. Und zwar auf Basis der neuartigen mRNA-Technologie, die sich im Kampf gegen Corona als wirksam erwiesen hat. Tests mit dem potenziellen Impfstoff-Kandidaten könnten im Herbst beginnen.

Die Entwicklung sei komplett losgelöst der bisherigen Impfstoff-Hersteller geschehen - Firmen wie BioNTech oder Moderna lehnen laut WHO eine Zusammenarbeit aktuell noch ab. Für die Produktion hat das Forschungszentrum laut WHO nur öffentlich zugängliche Technologien verwendet und damit keine Impfstoff-Patente verletzte.

Das zuständige Labor in Südafrika bildet auch Personal aus. Denn Ziel des Projektes ist es, die Impfstoff-Herstellung in ärmere Länder auszuweiten.

Der Pieks ohne Patent soll den Impf-Schutz in ärmeren Ländern sichern

  • 👨‍🔬

    Das Afrigen-Projekt will die Impfstoff-Versorgung in ärmeren Ländern - vor allem in Afrika - revolutionieren.

  • 🌍

    Während in Deutschland und vielen weiteren EU-Ländern der 4. Pieks in Planung ist, sind bislang nur ca. 10 Prozent der Menschen in Afrika vollständig geimpft.

  • 💉

    WHO-Generaldirektor Tedros Ghebreyesus kritisierte bereits Ende 2021, dass die Priorisierung auf Booster-Kampagnen dazu führten, dass Impfdosen vor allem an die Länder geliefert würden, die schon eine hohe Impfrate haben.

  • 🏭

    Ärmere Länder seien zu Beginn der Impfstoff-Verteilung monatelang fast leer ausgegangen, erklärt die WHO weiter. Die Weltgesundheitsorganisation will deshalb den Impfstoff-Mangel mit lokalen Produktionen angehen.

  • 🔚

    Das würde zwangsläufig auch auf das weltweite Ende der Pandemie einzahlen. Denn durch einen flächendeckenden Impfschutz steht dem Virus weniger Raum zur Verbreitung und für Mutationen zur Verfügung.

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WHO ruft Biotech-Firmen zur Unterstützung auf

  • 🗣

    Auch wenn die eigenständige und schnelle Herstellung eines patentfreien Impfstoffs als großer Erfolg gewertet wird, ruft die WHO Biotechnolgie-Unternehmen wie BioNTech und Moderna weiter zur Verantwortung.

  • Mit einer Projekt-Beteiligung könnte die Entwicklung beschleunigt werden, da viel Zeit bei klinischen Studien eingespart werden kann.

  • Mit Unterstützung von BioNTech und Co. wäre die Impfstoff-Produktion in 12 bis 18 Monaten realisierbar - ohne sie dauert es voraussichtlich noch 3 Jahre.

So wirken mRNA-Impfstoffe gegen das Corona-Virus

Auf der Oberfläche der Corona-Viren befinden sich kleine Proteine mit einer ganz spezifischen Form, die sogenannten Spike-Proteine. Dies nutzt man bei der Herstellung von mRNA-Impfstoffen. Zuerst identifizieren Forscher die mRNA im Corona-Virus, die diese Spike-Proteine herstellt und vervielfältigen sie dann im Labor. Im nächsten Schritt umhüllen sie die Kopien der mRNA mit Fett und impfen sie in den Oberarm-Muskel. Das Fett schützt die empfindliche RNA und erleichtert die Aufnahme ...
Auf der Oberfläche der Corona-Viren befinden sich kleine Proteine mit einer ganz...
… in die Körperzellen. Diese nehmen die mRNA nämlich mit dem Bauplan für die Spike-Proteine aus dem Blut auf …
… in die Körperzellen. Diese nehmen die mRNA nämlich mit dem Bauplan für die...
… und produzieren nach kurzer Zeit selbst Spike-Proteine. Diese sehnen genauso aus wie die auf den Corona-Viren.
… und produzieren nach kurzer Zeit selbst Spike-Proteine. Die haben dieselbe...
Das Immunsystem erkennt die Spike-Proteine als "fremd" und produziert dagegen Antikörper. Zudem merken sich die Immun-Gedächtniszellen wie die Antikörper aussehen müssen.
Das Immunsystem erkennt die Spike-Proteine als "fremd" und produziert dagegen...
Wenn sich nun später der Geimpfte mit dem echten Corona-Virus infiziert, erkennt das Immunsystem sofort die Spike-Proteine und beginnt mit der Antikörper-Produktion.
Wenn sich nun später die oder der Geimpfte mit dem echten Corona-Virus infiziert...
Auf der Oberfläche der Corona-Viren befinden sich kleine Proteine mit einer ganz spezifischen Form, die sogenannten Spike-Proteine. Dies nutzt man bei der Herstellung von mRNA-Impfstoffen. Zuerst identifizieren Forscher die mRNA im Corona-Virus, die diese Spike-Proteine herstellt und vervielfältigen sie dann im Labor. Im nächsten Schritt umhüllen sie die Kopien der mRNA mit Fett und impfen sie in den Oberarm-Muskel. Das Fett schützt die empfindliche RNA und erleichtert die Aufnahme ...
… in die Körperzellen. Diese nehmen die mRNA nämlich mit dem Bauplan für die Spike-Proteine aus dem Blut auf …
… und produzieren nach kurzer Zeit selbst Spike-Proteine. Diese sehnen genauso aus wie die auf den Corona-Viren.
Das Immunsystem erkennt die Spike-Proteine als "fremd" und produziert dagegen Antikörper. Zudem merken sich die Immun-Gedächtniszellen wie die Antikörper aussehen müssen.
Wenn sich nun später der Geimpfte mit dem echten Corona-Virus infiziert, erkennt das Immunsystem sofort die Spike-Proteine und beginnt mit der Antikörper-Produktion.
Veröffentlicht: 09.02.2022 / Autorin: Nicole Lemberg