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Rückkehr aus dem Urlaub: Risikogebiete und kostenlose Test-Stationen

Trotz Corona steht für viele der Sommerurlaub an - oder endet bald wieder. Was passiert mit den Menschen, die nach Deutschland zurückkommen? Und welche Länder zählen als Risikogebiete?

Das Wichtigste zum Thema Risikogebiete

  • In den ersten Bundesländern enden die Sommerferien. Die Befürchtung: Manche Urlauber haben nicht nur Souvenirs mit im Gepäck, sondern auch das Corona-Virus.

  • Besonders heikel: Am Ende des Sommers sollten die Infektionszahlen möglichst niedrig sein. So steigt die Chance, dass wir ohne Corona-Impfstoff gut durch Herbst und Winter kommen.

  • Diskutiert werden jetzt verpflichtende Corona-Tests für Urlaubs-Rückkehrer. So sollen Infektionsketten frühzeitig durchbrochen werden.

  • Noch ist aber viel unklar. Deutsche, die aus Risikogebieten zurückkommen, müssen aktuell 14 Tage in Quarantäne - außer sie weisen einen negativen Corona-Test vor.

  • Neuerung: Seit 30. Juli gibt es an 3 bayerischen Grenzübergängen sowie an großen Bahnhöfen und Flughäfen Test-Stationen. Urlauber (aus Risiko- oder Nicht-Risikogebieten) können sich hier kostenlos testen lassen.

  • Wichtig bleibt verantwortungsvolles Handeln - unabhängig davon, wo du hin reist. Heißt konkret: Abstand halten, Mund-Nasen-Schutz tragen, Hände regelmäßig waschen oder desinfizieren. Und bei Symptomen ab zum Testen!

Wer bestimmt überhaupt, was ein Risikogebiet ist?

Das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat entscheiden zusammen, welche Länder als Risikogebiete eingestuft werden.

Sie orientieren sich an 2 Entscheidungskriterien: Den Infektionszahlen und der Lage vor Ort. Gab es in einem Land in den letzten 7 Tagen über 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern, gibt es als Risikogebiet.

Aber auch, wenn die Zahl unterschritten ist, kann ein Lande auf der Liste stehen. Die Verantwortlichen entscheiden das anhand der aktuellen Situation in der Region. Welche Maßnahmen wurden getroffen? Wie viele Test-Kapazitäten gibt es? Sind die Daten verlässlich? Sind Ausbrüche lokal begrenzt oder flächendeckend?

Das Robert Koch-Institut (RKI) führt eine Liste der Risikogebiete. Alle aktuellen Risikogebiete findest du am Ende dieser Seite (Stand: 31.07.2020).

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Verpflichtende Corona-Tests - geht das überhaupt?

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn möchte eine generelle Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten einführen. Grundlage dafür ist das kürzlich geänderte Infektionsschutzgesetz. Der Bund kann demnach eine ärztliche Untersuchung bei der Einreise aus Risikogebieten zur Pflicht machen.

Im Gespräch ist auch, ob der Test nach 5 bis 7 Tagen wiederholt werden sollte. Denn manchmal können die Corona-Viren erst nach einer Inkubationszeit von ein paar Tagen nachgewiesen werden.

Ob der Bund für die Kosten der Tests aufkommt oder die Urlauber selbst zur Kasse gebeten werden, ist noch nicht bekannt. Eine Entscheidung darüber wird nächste Woche erwartet.

Was passiert, wenn du aus einem Urlaub zurückkommst?

Reist du aus einem Nicht-Risikogebiet ein, musst du aktuell weder in Quarantäne noch einen Corona-Test machen. Du kannst dich aber in Bayern freiwillig - und kostenlos - testen lassen, zum Beispiel, wenn du mit dem Auto die Grenze überquerst.

Kommst du aus einem Risikogebiet, musst du 14 Tage in Quarantäne oder einen negativen Corona-Test vorlegen.

Kostenlose Test-Stationen speziell für Urlaubs-Rückkehrer gibt es in Bayern aktuell hier:

  • Autobahn A93 an der Rastanlage Inntal-Ost
  • Autobahn A8 an der Rastanlage Hochfelln-Nord
  • Autobahn A3 an der Raststätte Donautal-Ost
  • Flughafen Nürnberg, Memmingen und München
  • Hauptbahnhof Nürnberg und München

Auch in anderen Bundesländern sind Stationen für Urlaubs-Rückkehrer geplant oder schon in Betrieb, zum Beispiel in Schleswig-Holstein.

Generell gilt: Achte während und nach einem Auslands-Aufenthalt verstärkt darauf, ob du Symptome hast. Wenn ja, dann ab zur nächsten Teststelle oder zum Hausarzt. 

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  • 🇪🇺

    Infos zu Reisen ins europäische Ausland findest du auf der Seite der EU.

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Diese Länder gelten laut RKI aktuell als Risikogebiete

Das Robert Koch-Institut aktualisiert laufend die Liste. Den aktuellsten Stand findest du hier.

  • Afghanistan
  • Ägypten
  • Albanien
  • Algerien
  • Angola
  • Antigua und Barbuda
  • Äquatorialguinea
  • Argentinien
  • Armenien
  • Aserbaidschan
  • Äthiopien
  • Bahamas
  • Bahrain
  • Bangladesch
  • Barbados
  • Belarus
  • Belize
  • Benin
  • Bhutan
  • Bolivien
  • Bosnia und Herzegowina
  • Brasilien
  • Burkina Faso
  • Burundi
  • Cabo Verde
  • Chile
  • Costa Rica
  • Côte d'Ivoire
  • Dominica
  • Dominikanische Republik
  • Dschibuti
  • Ecuador
  • El Salvador
  • Eritrea
  • Eswatini
  • Gabun
  • Gambia
  • Ghana
  • Grenada
  • Guatemala
  • Guinea
  • Guinea Bissau
  • Guyana
  • Haiti
  • Honduras
  • Indien
  • Indonesien
  • Irak
  • Iran
  • Israel
  • Jamaika
  • Jemen
  • Kamerun
  • Kasachstan
  • Katar
  • Kenia
  • Kirgisistan
  • Kolumbien
  • Komoren
  • Kongo DR
  • Kongo Rep
  • Korea (Volksrepublik)
  • Kosovo
  • Kuba
  • Kuwait
  • Lesotho
  • Libanon
  • Liberia
  • Libyen
  • Luxemburg
  • Madagaskar
  • Malawi
  • Malediven
  • Mali
  • Marokko
  • Mauretanien
  • Mexiko
  • Mongolei
  • Montenegro
  • Mosambik
  • Namibia
  • Nepal
  • Nicaragua
  • Niger
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  • Nordmazedonien
  • Oman
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  • Palästinensische Gebiete
  • Panama
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  • Republik Moldau
  • Ruanda
  • Russische Föderation
  • Saint Kitts und Nevis
  • Saint Lucia
  • Saint Vincent and the Grenadines
  • Sambia
  • São Tomé und Príncipe
  • Saudi Arabien
  • Senegal
  • Serbien
  • Seychellen
  • Sierra Leone
  • Simbabwe
  • Somalia
  • Spanien - folgende autonome Regionen gelten derzeit als Risikogebiete:
    • Aragón
    • Katalonien
    • Navarra
  • Sri Lanka
  • Südafrika
  • Sudan
  • Südsudan
  • Surinam
  • Syrische Arabische Republik
  • Tadschikistan
  • Tansania
  • Timor Leste (Osttimor)
  • Togo
  • Trinidad Tobago
  • Tschad
  • Türkei
  • Turkmenistan
  • Uganda
  • Ukraine
  • USA
  • Usbekistan
  • Venezuela
  • Vereinigte Arabische Emirate
  • Zentralafrikanische Republik
Veröffentlicht: 31.07.2020 / Autor: Franziska Schosser

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