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So geht clever streamen in Zeiten von Corona

Der Datenverkehr auf der ganzen Welt ist wegen des Virus stark angestiegen. Wir verraten dir, ob bald Schluss ist mit dem Internet und wie du das Netz entlasten kannst.

Das Wichtigste zum Thema Streaming in Corona-Zeiten

  • Durch die Arbeit im Home-Office und Schulschließungen ist das Internet auf der ganzen Welt viel stärker belastet als sonst. In Deutschland nahm die Nutzung in der ersten Woche um mehr als 10 Prozent zu. Tendenz steigend.

  • Die größten "Datenfresser" sind Streaming-Dienste, Videokonferenzen und Online-Gaming. In der Schweiz gibt es schon Überlegungen, Netflix für ein Weile zu verbieten.

  • In Deutschland ist die Situation noch entspannt. Auf eine Umfrage des "Handelsblatts" gaben alle deutschen Netzbetreiber Entwarnung. Man sei auf die Krise vorbereitet.

  • Das Netz ist also stabil. Mit den einfachen Tipps weiter unten bleibt es auch so.

Wie kann ich für alle cleverer streamen?

  • Die Auto-Play-Funktion deaktivieren: In der Facebook App einfach bei Einstellungen nach "Videos und Fotos" suchen und dort das "Autoplay" deaktivieren. Funktioniert auch bei Instagram und Co.

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    Die Auflösung reduzieren: Statt 4K lieber in nächster Zeit auf HD oder sogar SD umsteigen. HD benötigt nur etwa ein Fünftel der Bandbreite gegenüber 4K. Auch Streamingportale selbst machen mit: Netflix, Amazon Prime Video und YouTube verringern für die nächste Zeit die Bitraten ihrer Streams. So will man eine Überlastung vermeiden.

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    Filme und Serien runterladen: Viele Streaming-Dienste bieten mittlerweile eine Download-Funktion an. Am besten zu einer eher ruhigen Tageszeiten herunterladen. Da ist das Netz nicht so belastet. Abends ist der Datenverkehr am größten.

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    Ab ins WLAN! Vor allem bei datenintensiven Apps lohnt es sich, auf mobile Daten zu verzichten. Das schont nicht nur das monatliche Volumen, sondern auch die Kapazitäten. Die sind im klassischen WLAN nämlich wesentlich höher.

Wie hoch ist die Belastung? Das haben wir Dr. Thomas King, Chief Innovation Officer von De-Cix gefragt

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    "Wir schätzen die Lage als angespannt ein, aber ruhig. Wir nehmen war, dass mehr Tools oder Anwendungen genutzt werden, die man eben braucht, wenn man im Home-Office ist. Sehr viele Arbeiter, die normalerweise ins Büro gehen, sind ja jetzt im Home-Office."

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    "Bei den Videoconferencing-Tools, so wie wir sie gerade jetzt nutzen, sehen wir eine Zunahme um etwa 50 Prozent, beim Online-Gaming, das gerne von Schülern benutzt wird, eine Zunahme von 25 Prozent."

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    "Als das Internet in den 1970er Jahren erfunden wurde, hat man es mit dem Ziel erarbeitet, dass es Kriege oder auch Atomschläge überstehen soll. Dementsprechend robust ist das Internet. Heißt: Wenn es auch mal irgendwo punktuell zu einer Überlastung kommt, ist das Internet trotzdem noch verfügbar, aber einfach nur langsamer."

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    "Man hat ja gerade mitbekommen, dass Netflix die Datenrate angepasst hat. Ich glaube, das ist schon eine gute Maßnahme, um punktuelle Überlastungen, die es jetzt gegeben hat, wieder beherrschen zu können."

Das sind die größten Datenfresser

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Veröffentlicht: 06.04.2020 / Autor: Alexander Chouzanas

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