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So erklärst du Corona ganz leicht

Corona sorgt für einen Ausnahmezustand - schon manch Erwachsener versteht viele Maßnahmen nicht. Aber für Kinder ist Vieles noch schwerer nachzuvollziehen. So kannst du Corona leicht erklären.

Was macht die Leute überhaupt krank?

Der Übeltäter ist das Coronavirus mit dem komischen Namen SARS-CoV-2. Corona heißt Krone, denn so sieht das Virus aus. Sehen kann man es jedoch nur unter einem Mikroskop, da Viren klitzeklein sind.

Es gibt ganz viele verschiedene Viren. Viele sind harmlos - und gegen die allermeisten wehrt sich unser Körper erfolgreich. Manchmal schaffen es die Viren aber doch in unseren Körper - vor allem über Mund, Nase und Augen. Dann bekommen wir - je nachdem, was für ein Virus es war - Grippe, Schnupfen, Windpocken oder Corona.

Das Coronavirus kennt man erst seit Kurzem und weiß noch nicht so viel darüber. Bislang gibt es weder Medikamente, noch eine Impfung wie bei Masern.


So sieht das Corona-Virus in einer Animation aus.
© Getty Images

Was hat man bei Corona?

Gelangt das Coronavirus in den Körper und vermehrt sich dort, bekommt man die Krankheit Covid-19. Doch das muss gar nicht schlimm sein. Rund 80 Prozent der Patienten hat nur leichte Beschwerden insbesondere Husten, Fieber, Schnupfen sowie Geruchs- und Geschmacksstörungen.

Einige sind trotz Coronaviren gar nicht krank. Sie können aber dennoch andere Menschen anstecken, denn die Viren sind in ihrem Speichel und Rotze.

Vor allem für ältere Menschen - wie die Großeltern - oder Menschen, die vorher schon krank waren, ist die Krankheit gefährlich. Sie können durch die Viren eine Lungenentzündung. Die kann dafür sorgen, dass man irgendwann womöglich nicht mehr richtig atmen kann.

Deswegen sollten die Großeltern besser nicht zu Besuch kommen, deswegen bleiben die Schule teils geschlossen, deswegen werden Veranstaltungen abgesagt.

So kann ich mich vor dem Virus schützen

Was man aber weiß ist, dass sich das Virus sehr leicht von einem Menschen auf den anderen zum Beispiel durch Husten oder Händeschütteln überträgt. Die kleinen Viren sind nämlich in der Spucke und im Rotz.

Darum ist Händewaschen und das Niesen und Husten in Taschentücher oder die Armbeuge generell - aber besonders aktuell - so wichtig!

© Galileo

Wieso muss man bei Corona in Quarantäne?

Besonders am Coronavirus ist, dass Leute, die keine Symptome zeigen oder sich gerade erst infiziert haben, ansteckend sind. Oft wissen sie selber gar nicht, dass sie krank sind - sie haben keinen Husten, kein Fieber - und fühlen sich einfach gesund.

Um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern, müssen deswegen alle, die mit jemanden Kontakt hatten, der Corona hat, in häusliche Quarantäne - also zuhause bleiben.

So können sie niemanden anstecken. Menschen, die wirklich Corona haben, kommen in ein separates Zimmer im Krankenhaus. Dort dürfen eigentlich nur Ärzte und Krankenschwestern in besondern Schutzanzügen rein.

Eine Quarantäne ist besonders wichtig, weil so eben keine anderen Menschen angesteckt werden können. Denn: Wenn zu viele zeitgleich krank werden, würden die Betten im Krankenhaus knapp.

Wieso wird der Urlaub und Veranstaltungen abgesagt?

Da so viele Menschen reisen, hat sich das Virus schnell von China aus auf der ganzen Welt ausgebreitet und verbreitet sich auch weiterhin.

Um dies zu verhindern, dürfen einige Menschen zum Beispiel in Italien ihre Dörfer nicht mehr verlassen. Andere Orte wollen nicht, dass Menschen aus Gebieten, in denen es viele Kranke gibt, einreisen.

Fußballspiele und Volksfeste werden auch abgesagt - nicht weil alle krank sind, sondern nur zum Schutz der Gesunden. Ein Mensch mit Corona könnte dort viele anstecken, da die Leute dicht bei dicht stehen.


Fußballspiele ohne Zuschauer - das ist jetzt erst einmal so.
© picture alliance

Das kann Angst machen - und so erkläre ich es

  • Menschen mit Atemschutzmasken können bedrohlich wirken. Dabei sind die ja nur zum Schutz da - wie Handschuhe im Winter vor Kälte schützen.

  • Es kommt eine Frage zu Corona, die du nicht beantworten kannst? Kein Problem, dafür gibt es ja Forscher und Mediziner. Die wissen auch noch nicht alles, aber sie versuchen, es zu klären.

  • Überall geht es um Corona. Gerade für Kinder ist eine übermäßige Berichterstattung im TV, Radio und Internet nicht gut. Und: Du solltest immer dabei sein, um mögliche Fragen sofort zu beantworten zu können.

  • Aber auch für dich gilt: Glaube nicht alles, was du irgendwo aufschnappst. So entwickelst auch du keine Panik.

  • Feste Zeiten, in denen man sich über die aktuelle Lage informiert, können ebenfalls sinnvoll sein - statt ständig der neuesten Nachricht hinterher zu hetzen.

  • Schulfrei heißt nicht zuhause rumlungern. Nach Möglichkeit sollte das Kind weiterhin an die frische Luft und sich bewegen. Du übrigens auch.

  • Überhaupt braucht es einen strukturierten Tagesablauf - vor allem in häuslicher Quarantäne. Tipps, wie du das mit Kind meisterst, gibt es jetzt.

14 Tage häusliche Quarantäne - was nun?

  • 🏠

    Erkläre dem Kind, wieso Quarantäne eine sinnvolle Schutzmaßnahme ist.

  • 📦

    Bastelt einen Kalender mit 14 Tagen. Reißt jeden Tag ein Zettel ab oder streicht den Tag durch.

  • 📞

    Lass dein Kind mit Freunden und Verwandten telefonieren, video-telefonieren und whatsappen.

  • Schaffe eine Tagesstruktur trotz fehlender Schule und Kita fürs Essen, Aufstehen, Schlafengehen, Spielen, Lernen.

  • 📺

    Auch Zeiten, in denen man sich gemeinsam über die aktuelle Lage informiert, können sinnvoll sein - gerade bei älteren Kindern.

  • 🤸

    Wenn das Kind nicht raus darf, braucht es anderweitige Bewegung. Tanzen, Seilhüpfen oder eine Kissenschlacht sind Optionen.

  • 📕

    Auch mental solltest du dem Kind was bieten und Bücher bestellen, Schreibübungen machen oder mit ihm Knobeln - "Home-School" sozusagen.

Corona-Tests: So funktionieren sie

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Wie der Arzt mittels Abstrich feststellt, ob du Covid-19 hast und was es mit den Antikörpertests auf sich hat, erklären wir im Clip.

Corona-Fallzahlen weltweit

Quelle: Johns Hopkins University

Corona-Fallzahlen Deutschland

Quelle: Johns Hopkins University

Veröffentlicht: 14.03.2020 / Autor: Larissa Melville