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Von Festnetz bis Yoga - so hat das Corona-Virus unseren Alltag verändert

Die Corona-Krise hat das Leben vieler Menschen stark verändert. Was wir jetzt einkaufen, wonach wir googeln und warum das Festnetz-Telefon ein kleines Revival feiert.

Klopapier, Konserven, Kondome: Das landet jetzt im Einkaufswagen

Das Wichtigste vorweg: Hamsterkäufe sind (vorerst) vorbei. Nachdem viele Deutsche sich in den letzte Wochen mit dem nötigsten - allen voran Klopapier, Mehl und Nudeln - eingedeckt haben, gehen die Panik-Käufe zurück.

Aber: Die Nachfrage nach Seife und Desinfektionsmitteln bleibt überdurchschnittlich hoch, wie das Statistische Bundesamt bekannt gab.

Die Verkaufszahlen liegen zwar nicht mehr auf so einem hohen Niveau wie im März. Trotzdem wurden im April bisher mehr Desinfektionsmittel gekauft als in den Monaten vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland.

Einkaufswagen Corona

© picture alliance / HMB Media / Patty Varasano

 

Obst und Gemüse steht bei den Deutschen hoch im Kurs

Marktverkäufer von Obst und Gemüse, Käse, Fisch oder Blumen unter freiem Himmel haben im Februar deutlich mehr Umsatz gemacht.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg die Summe um 8,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Die Vermutung der Statistiker: Viele Verbraucher gehen lieber auf den Markt, weil sie dort eine geringere Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus vermuten.

Ein weiterer Faktor könnte sein, dass viele Verbraucher wegen der Einschränkungen mehr Zeit zum Einkaufen hatten.

Im März zog zudem der Absatz von Obst- und Gemüsekonserven an.

In Deutschland wurde zuletzt mehr Obst und Gemüse unter freiem Himmel gekauft


In Deutschland wurde zuletzt mehr Obst, Gemüse und Co. unter freiem Himmel gekauft.
© picture alliance/Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr Bier, Wein und Kondome vor Ostern

In der Woche vor Ostern stieg der Absatz von alkoholischen Getränken wie Bier oder Wein. In den Wochen davor und danach war die Nachfrage nach Alkohol eher unterdurchschnittlich. Auch Kondome waren in der Woche vor Ostern sehr begehrt.

Wir entdecken das Festnetz wieder

  • ☎️

    In der Corona-Krise erleben nicht nur Spaziergänge und Gesellschaftsspiele einen Hype, sondern auch das gute alte Festnetz-Telefon.

  • 📈

    Erstmals seit 13 Jahren stiegen die Anruf-Zahlen deutlich an, wie eine Auswertung des Vergleichs-Portals Verivox ergab.

  • 📞

    Auch die Daten von Vodafone bestätigen einen deutlichen Anstieg der Telefon-Gespräche in der Zeit der Corona-Pandemie.

  • 💻

    Viele Menschen, die zurzeit im Home-Office arbeiten müssen, nutzen vermehrt ihr Festnetz-Telefon.

  • 🥚

    Besonders an Ostern wurde viel telefoniert. Einer der Gründe: Da viele ihre Eltern oder Großeltern nicht besuchen durften, riefen sie sie über das Festnetz an.

Nach was wir zur Zeit googeln - und nach was nicht

Schon vor der Corona-Virus-Pandemie galt: Die Suche auf Google ist ein Trendbarometer der Gesellschaft. Die Suchmaschine verrät, was die Menschen aktuell beschäftigt.

Seit das Corona-Virus auch bei uns angekommen ist, haben sich die Suchanfragen geändert. Besonders hoch im Kurs: Atemschutzmasken - surprise! Auch die Anfragen nach Fahrrädern und Balkonen sind gestiegen.

Natürlich gibt es auch Begriffe, nach denen weniger gesucht wird. Derzeit interessieren sich weniger Menschen für ein Konzertprogramm, den Fahrplan von öffentlichen Verkehrsmitteln und auch für Arztbesuche.

© picture alliance/xim.gs

Abgefahren: So hat sich unsere Mobilität verändert

  • 🛣

    Keine große Überraschung: Seit den Ausgangsbeschränkungen sind die Deutschen sehr viel seltener auf den Straßen unterwegs.

  • 🚙

    Fahrten mit Auto und öffentlichem Nahverkehr haben stark abgenommen. Laut ADAC fahren nur noch halb so viele Berufstätige täglich zur Arbeit wie vor der Krise (32 statt 66 %).

  • 🚶‍♀️

    Trotz Spaziergeh-Trend: Die Deutschen legen aktuell weniger Meter zu Fuß zurück als vor der Pandemie.

  • 📉

    Das bestätigt der aktuell Apple Mobility Trends Report. Der zeigt zudem auf, dass der Verkehr in der Bundesrepublik um fast die Hälfte zurückging.

  • 🚎

    Nach dem Tief im März nimmt die Mobilität nun langsam wieder zu.

Namaste! Mit Sonnengrüßen gegen den Lagerkoller

Veröffentlicht: 26.04.2020 / Autor: Benjamin Reibert

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