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  2. Corona-Virus
2. Corona-Booster: Die wichtigsten Antworten

2. Corona-Booster: Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Viert-Impfung

Die STIKO hat sich für eine 2. Booster-Impfung ab 70 Jahren ausgesprochen. Karl Lauterbach fordert, die Schwelle auf 60 Jahre herunter zu setzen. Wer sollte sich impfen lassen und wird dadurch der angepasste Omikron-Impfstoff hinfällig? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.
2. Corona-Booster: Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Viert-Impfung
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Das Wichtigste zum Thema 2. Corona-Booster

  • Nach einem Booster folgt der nächste: Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat sich in einer Empfehlung für eine Viert-Impfung gegen das Corona-Virus ausgesprochen.

  • Vorgesehen sind zunächst vor allem Risikogruppen - darunter Menschen über 70 Jahren und Personen mit Immunschwäche. Auch medizinisches Personal soll den zweiten Corona-Booster erhalten.

  • Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat hingegen gefordert, auch über 60-Jährige in die Empfehlung mit aufzunehmen. Diesen Antrag prüft die STIKO aktuell.

  • Wie die zweite Auffrischungs-Impfung in Deutschland anläuft und was das für die angepassten Omikron-Impfstoffe bedeutet: Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um die 4. Impfung.

❓ Wie kommt die STIKO zu ihrer 2. Booster-Empfehlung?

Israel hatte als erstes Land mit Viert-Impfungen Anfang Januar 2022 begonnen. Die STIKO stützte die Argumente für einen zweiten Booster auf den daraus gewonnenen Erkenntnissen. Demnach bestehe nach der vierten Impfung ein verdoppelter Schutz vor Infektionen im Vergleich zur dritten Impfung.

Vor schweren Krankheitsverläufen schützt die vierte Impfung laut den israelischen Daten ebenfalls besser. In der Gruppe der über 60-Jährigen sei der Schutz vor schwerer Erkrankung sogar drei bis fünf Mal so hoch.

Auch Studien aus Großbritannien und den USA belegen mittlerweile die Wirksamkeit des doppelten Boosters.

 

Was die Corona-Impfstoffe unterscheidet und wie sie wirken

Was die Corona-Impfstoffe unterscheidet und wie sie wirken

Die Impfstoffe von BioNTech, AstraZeneca und Co. schützen effektiv vor COVID-19. Doch was genau ist der Unterschied zwischen den mRNA-Impfstoffen und Vektor-Impfstoffen?

❓ Welche Gruppen werden in Deutschland aktuell nochmal geboostert?

  • 👴

    Die STIKO empfiehlt die zweite Auffrischung allen ab 70 Jahren sowie Personen, die in Pflege-Einrichtungen leben.

  • 🙅

    Menschen mit Immunschwächen sollen bereits ab fünf Jahren eine zweite Auffrischung erhalten.

  • 👩‍⚕️

    Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen und Pflegeheimen sind ebenfalls in der Empfehlung vorgesehen.

  • Ausgenommen sind Personen, die nach der dritten Impfung eine Corona-Infektion überstanden haben. Sie verfügen bereits über einen ausreichenden Immunschutz.

❓ Was spricht für und gegen einen 2. Booster ab 60?

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❓ In welchem Zeitraum soll der 2. Corona-Booster verimpft werden?

  • 📅

    In Israel ist für die Viert-Impfung vorausgesetzt, dass die dritte Impfung mindestens 4 Monate zurückliegt.

  • 🕛

    Für gesundheitlich gefährdete Menschen soll der zweite Booster in Deutschland frühestens drei Monate nach dem ersten erfolgen.

  • 🏥

    Personal im medizinischen Bereich soll die vierte Impfung nach Empfehlung der STIKO frühestens nach sechs Monaten erhalten.

  • 🗣

    Der Münchner Chefarzt für Infektiologie Clemens Wendtner rät, die zweite Auffrischung vier bis sechs Monate nach der ersten Booster-Impfung vorzunehmen.

❓ Kann die Viert-Impfung einem gesunden Immunsystem schaden?

Schädlich ist eine Viert-Impfung für keine Altersgruppe, erklärt der Immunologe Carsten Watzl. "Es ist nicht so, dass eine vierte oder eine fünfte Impfung einen Erschöpfungs-Zustand im Immunsystem auslösen würde." Wenn zwischen den Impfungen ein Abstand von mindestens drei Monaten eingehalten wird, besteht für das Immunsystem keine Überforderung.

Watzl betont, dass immungesunde Personen aber mit einer Dreifach-Impfung aktuell weiter gut geschützt sind.

❓ Welche Nebenwirkungen sind bei einer 4. Impfung zu erwarten?

  • 🩺

    Die STIKO geht bei der zweiten Auffrischung von ähnlichen Nebenwirkungen wie bei den vorherigen Impfungen aus.

  • 🤒

    Dazu gehören Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit, Fieber oder Schüttelfrost.

❓ Wie läuft die Viert-Impfung bisher?

  • 📉

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlich aktuell noch keine gesonderten Daten darüber, wie viele Viert-Impfungen in Deutschland durchgeführt wurden.

  • 💉

    Laut Gesundheitsminister Karl Lauterbach sei die Nachfrage nach dem zweiten Booster aber bisher eher gering. Weniger als zehn Prozent der über 70-Jährigen und Risiko-Gruppen seien bisher zum vierten Mal geimpft.

  • 🩹

    Das Zentralinstitut für kassenärztliche Versorgung in Deutschland (ZI) gab an, dass bis Anfang April mehr als zwei Millionen Impfungen in Arztpraxen durchgeführt wurden.

❓ Was heißt das für den Einsatz der spezifischen Omikron-Impfstoffe?

Sowohl die Impfstoff-Hersteller BioNTech und Pfizer als auch das Biotechnologie-Unternehmen Moderna entwickeln im Hinblick auf die größeren Strukturveränderungen der Omikron-Variante aktuell spezifische Impfstoffe.

Laut eigenen Angaben hätte die Auslieferung des BioNTech-Vakzins bereits Ende März beginnen können. Die Europäische Arzneimittelbehörde fordere aber noch weitere Studien-Daten. Eine Zulassung wird deshalb voraussichtlich nicht vor Juni erfolgen. Der angepasste Impfstoff des Herstellers Moderna wird erst im August erwartet.

Für die aktuelle Omikron-Welle kommen die angepassten Impfstoffe deshalb laut Experten-Meinung zu spät. Dennoch könnten sie dabei helfen, eine bessere Immun-Antwort gegen mehr Varianten aufzubauen. Wie effektiv die Omikron-Vakzine in der Pandemie-Bekämpfung sein werden, zeigt sich voraussichtlich erst im Herbst, erklärte der Immunologe Carsten Watzl.

 

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Veröffentlicht: 20.04.2022 / Autor: Nicole Lemberg