Auf dem Mars hat es geregnet
via pixabay / CC0 Public Domain

Auf dem Mars hat es geregnet

vor 5 Monaten

Dass es auf dem Mars Wasser gab, ist nichts Neues. Doch Spuren auf der Oberfläche deuten klar auf heftige Regenfälle hin. Aber wie kann man sich Regen auf dem heute staubtrockenen Mars vorstellen? Zwei Forscher bringen Licht ins Dunkel.

Die Oberfläche des heute staubtrockenen Mars ist voller abgetragener Krater und mit langen Rillen durchzogen. Einige dieser Spuren wurden vor Kurzem auf immense Flutwellen zurückgeführt. Aber die erklären nicht alles, was sich auf dem Planeten zugetragen haben muss.

Forscher des Museums Smithsonian Institution und der Johns Hopkins Universität decken mit ihrer neuesten Studie Teile der mysteriösen Entwicklung des Mars auf. Robert Craddock und Ralph Lorenz untersuchten die Struktur und Atmosphäre des Planeten. Durch viele Berechnungen fanden sie dann heraus, wie das Wetter vor Millionen Jahren ausgesehen haben muss.

Eines ist klar: Die Täler des Roten Planeten zeigen genau dieselben Spuren von Abtragungen wie die auf der Erde. Es muss dort also starken Regen gegeben haben – so stark, dass er die Oberfläche des Mars veränderte. Doch heute ist er staubtrocken. Nur die Spuren an der Oberfläche erinnern an die Regenschauer:

Die Marsoberfläche
Einkerbungen und abgetragene Krater deuten auf starken Regen hin.
© Elsevier

Mit diesem Hintergedanken erstellten die Forscher so etwas wie eine Chronologie. Sie wussten: Die Atmosphäre eines Planeten steuert sein Klima. Ändert sich der Luftdruck, verändert sich auch das Wetter.

Als der Mars vor 4,5 Milliarden Jahren entstand, war der Luftdruck viel höher als heute. Deshalb gab es wohl keinen richtigen Regen, sondern vielmehr Sprühnebel. Diese Art Niederschlag war vermutlich aber sehr schwach.

Im Laufe der Zeit nahm der Druck in der Atmosphäre von anfänglichen 4 Bar auf 1,5 Bar ab. Die Regentropfen wurden größer und trafen härter auf dem Planeten auf. Je stärker der Niederschlag wurde, desto mehr veränderte er die Landschaft. Er trug Krater ab und bildete Flüsse, die den Boden auskerbten und Täler bildeten.

„Natürlich wird es immer Unbekanntes geben, beispielsweise wie hoch eine Sturmwolke in der Marsatmosphäre stieg, aber wir haben alle bekannten Variablen für Regenfall auf der Erde angewandt.“, so Craddock. „Unsere Ergebnisse liefern neue, deutlichere Bedingungen über die Geschichte des Wassers und des Klimas auf dem Mars.“ Das erklärt zumindest die frühen Phasen des Marswetters.

Es gibt noch so Einiges herauszufinden, bevor die Menschheit die Reise zum Mars antritt. Ob wir irgendwann tatsächlich dort leben werden oder nicht, steht in den Sternen. Galileo hat herausgefunden, wie realistisch das Szenario ist:

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