Darum sterben so viele Faultiere, wenn sie ihr großes Geschäft verrichten
via Flickr/davida3/CC BY-ND 2.0

Darum sterben so viele Faultiere, wenn sie ihr großes Geschäft verrichten

vor 7 Monaten

Traurige Wahrheit: Über die Hälfte der Faultiere überlebt den Gang auf die „Toilette“ nicht. Das ist tatsächlich so, auch, wenn ihr es immer noch nicht glauben wollt. Und es hat einen ganz simplen Grund.

Das ist wahrscheinlich der erste Artikel, für den ich zuerst die passenden Gifs rausgesucht habe, bevor hier überhaupt Text stand. Denn mal ganz ehrlich: Wer keine Faultiere mag, mit dem läuft irgendwas falsch. Ganz bestimmt. Diese drolligen und unglaublich faulen Gesellen kann man einfach nur lieben. Ganz oben auf der Liste: ich (nein, du kannst Faultiere nicht mehr lieben, als ich).

Und was tun sie? Naja, nicht so viel eigentlich. Deshalb sind sie ja so toll. Sie hängen an Bäumen, kauen auf Blättern rum und bewegen sich ziiiiiiiiemlich langsam. Und hin und wieder fallen sie auch mal um:

Aber davon abgesehen müssen auch Faultiere mal aufs Klo. Ihre Verdauung funktioniert ungefähr genauso schnell, wie sie selbst sind. Sie müssen nur einmal in der Woche ihr großes Geschäft verrichten. Das bringt ganz schön viel Aufwand mit sich. Denn bei einer Sitzung verlieren sie etwa ein Drittel ihres Gesamtgewichts. Stellt euch das mal bei euch in Kilogramm vor! Und so sieht das dann aus:

Irgendwie … eigenartig. Aber zurück zum Thema. Faultiere kommen tatsächlich nur zum Koten auf den Erdboden. Den Rest des Tages – oder eher der Woche – verbringen sie kopfüber hängend am Baum. Da sie dafür bekannt sind, sich nicht so ganz schnell fortzubewegen, ist das am Boden nicht anders. Ein ideales Fressen für Feinde. Und so lassen ziemlich viele pelzige Freunde bei dem Versuch ihr Leben.

Wenn sie überleben, läuft das so ab: Laut einer Biologin vollführen die Faultiere vorher eine Art Faultier-Tanz, bei dem sie ein Loch in den Boden scharren. Da kommt die Ladung rein und danach gibt es noch einen Tanz, bei dem sie das Häufchen etwas bedecken. Und dann sollten sie versuchen, „schnellstmöglich“ auf ihren Baum zurückzukommen, bevor sie gefressen werden.

Aber warum machen sie ihr Geschäft nicht einfach im Hängen? Das weiß keiner so genau. Eine Theorie: Es hat was mit dem Paarungsverhalten zu tun. Damit lassen sich die meisten Kuriositäten im Tierreich erklären. Möglicherweise geht es darum, sein Revier zu markieren oder einem anderen Faultier mitzuteilen, dass da oben im Baum ein scharfes Weibchen hängt. Dazu sind aber noch weitere Studien nötig.

Und wem das alles noch nicht süß genug war, der muss sich diesen Beitrag anschauen: Denn wir waren im Faultierwaisenhaus in Costa Rica. Achtung: Cuteness overload.

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