via YouTube/Insects Sniper

Das ist die größte Hornisse der Welt

vor 3 Jahren

Na, seid ihr gerade an der frischen Luft unterwegs? Dann solltet ihr hoffen, dass euch diese Hornisse nicht begegnet. Sie ist nämlich eine Unterart der größten Hornisse der Welt.

Die größte Hornisse der Welt ist die Asiatische Riesenhornisse, die bis zu 55 Millimeter groß werden kann. Damit ist sie fünf Mal größer als unsere gewöhnlichen Bienen. Sie ist in Ost- und Südostasien beheimatet. Ihre Stiche sind nicht nur ungemein schmerzhaft, jährlich sterben auch etwa 40 Menschen auf Grund allergischer Reaktionen auf den Stich.

Zur gleichen Spezies gehört auch die Japanische Riesenhornisse, die bis zu 45 Millimeter groß werden kann. Und der YouTuber Insects Sniper zeigt uns, wie man eine solche streichelt – naja, oder zumindest, wie man nicht sofort gestochen wird:

Und falls ihr jetzt Angst bekommen habt: Die Japanische Riesenhornisse bevorzugt die ländlichen Gegenden auf Japans Inseln. Das Gemeine: Sie kann ihren Giftstachel mehrfach einsetzen und stirbt nicht nach einem Stich.

Die Sache mit dem Kamehameha

Imker finden sie besonders blöd, denn zu ihrer Leibspeise gehören Bienen und ihr Honig. Die japanischen Imker züchten gerne unsere Westlichen Honigbienen, da die mehr Honig produzieren als die japanischen. Sobald eine Riesenhornisse allerdings einen Stock entdeckt hat, markiert sie ihn, um ihre Artgenossen ebenfalls auf den Gaumenschmaus hinzuweisen. Eine einzelne Hornisse kann 40 Honigbienen pro Minute killen. Eine Gruppe der Hornissen demzufolge einen ganzen Schwarm in wenigen Stunden. Ihren Larven bringen sie nur den Brustkorb der Bienen zum Naschen mit. Als Nachtisch gibt es dann Honig und Bienenlarven.

Die Japanischen Honigbienen haben mittlerweile eine Verteidigungsstrategie gegen die Hornissen entwickelt. Und die ist ziemlich spektakulär: Sobald sie eine Hornisse entdecken, die wiederum den Bienenstock entdeckt hat, verstecken sich die Arbeiterbienen und lassen die Hornisse näher kommen. In einem günstigen Moment versammeln sich etwa 500 Bienen um sie herum und bilden eine Art Ball. Dann funktioniert der Ablauf wie in einem Ofen: Durch die Vibration ihrer Flügelschläge erzeugen sie Hitze, die sie dann ins Zentrum des Balls lenken, um so die Hornisse zu töten. Vergleichen könnte man das wahrscheinlich mit einem Kamehameha bei Dragon Ball. Nur, dass der Ball nicht geworfen wird.

Und so sieht das Ganze dann in Videoform aus:

Natürliche Feinde hat die Japanische Riesenhornisse nicht – außer dem Mensch. Nicht nur, weil er den Lebensraum zerstört. Sondern auch, weil sie in einigen Bergdörfern frittiert eine Delikatesse darstellt.

Auch die Japanischen Riesenhornissen haben wir uns schon mal vor Ort angeschaut. Diese – schmerzhaften – Erfahrungen haben wir bei ihnen gemacht:

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