Das würde eine Atombombe in deiner Stadt anrichten

Das würde eine Atombombe in deiner Stadt anrichten

vor 1 Monat

In München ging eine Atombombe hoch. Sendling, Freising, alles liegt in Schutt und Asche. Die Ausmaße der Zerstörung sind verheerend. Keine Sorge: Dieses Horrorszenario ist natürlich nur fiktiv, aber wir haben die Folgen so eines Angriffs mal mit einem neuen Atombomben-Simulator errechnet.

Kein Scherz – das gibt es wirklich. Mit der Nukemap könnt ihr jetzt, ganz ohne Zerstörung, Atombomben loslassen.
Wie das geht? Das seht ihr hier:

Zuerst könnt ihr entweder ein vorgegebenes Ziel auswählen oder eine individuelle Stadt auswählen.
In unserem Fall: München.

Als nächstes könnt ihr die Sprengkraft auswählen, die eure Atombombe haben soll. Diese wird in Kilotonnen angegeben.
Hier habt ihr die Möglichkeit: Entweder tragt ihr sie selbst ein oder ihr wählt eine der Vorgegeben aus. Zum Beispiel, die Atombombe „Little Boy“ mit 15 kt, die über Hiroshima abgeworfen wurde. Oder die Atombombe „Fat Man“ mit 20 kt, die das Unglück in Nagasaki ausgelöst hat.

Jetzt habt ihr noch die Wahl zwischen „surface burst“ und „airburst“. Mit „surface burst“ ist gemeint, dass die Waffe ziemlich nahe über dem Boden hochgeht, während die Option „airburst“ die Explosion in der Luft bezeichnet. Diese Wahl hat einen sehr großen Einfluss auf die Wirkung der jeweiligen Waffe, vor allem was die radioaktive Strahlung betrifft. Zusätzlich kann man sich über den Menüpunkt „other effects“ die Anzahl der geschätzten Todesopfer, der Verletzten und den radioaktiven Niederschlag anzeigen lassen.

Darüber hinaus gibt es noch den Menüpunkt „Advanced options“, über den ihr entscheiden könnt, wie ausführlich die Infos über den simulierten Atombombenangriff sein soll.

Bei unserem Beispiel mit den Einstellungen „München“, „Hiroshima bomb“ und „airburst“ wurden um die 80.000 Todesfälle und 170.000 Verletzte geschätzt. Auf der Webseite findet man aber noch ausführlichere Informationen zu den Folgen.

Die Internetseite wurde nicht zum Spaß ins Leben gerufen. Erfinder Alex Wellerstein, ein Atomwaffen-Historiker, wollte damit ein Bewusstsein schaffen, was nuklearen Waffen wirklich für Folgen haben können. Laut Wellenstein ist es für den Normalbürger sehr schwierig, die tatsächlichen Auswirkungen einzuschätzen. Um die Gefahr für die Menschen greifbar zu machen, entwickelte er diese Webseite.

Über diesen Link könnt ihr die Auswirkungen eines Atombombenangriffs auf eure Stadt selbst ausprobieren.

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