Der Mann, der ein Känguru geboxt hat, war in Lebensgefahr
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Der Mann, der ein Känguru geboxt hat, war in Lebensgefahr

vor 10 Monaten

Wenn ihr in letzter Zeit auf Facebook, Twitter, oder anderen Social-Media-Plattformen unterwegs gewesen seid, dann habt ihr mit Sicherheit das Video gesehen, in dem ein Typ ein Känguru geboxt hat, um seinen Hund zu retten. Und was auf den ersten Blick surreal und irgendwie witzig wirkt, zeigt tatsächlich eine lebensbedrohliche Situation.

Das Video wurde im Juni dieses Jahres in Australien aufgenommen, ging aber erst in den letzten Stunden viral. Es zeigt den Zoowärter Greig Tonkins, der auf ein Känguru zustürmt, das seinen Jagdhund im Würgegriff hält. Um dem Hund die Flucht zu ermöglichen, versuchte der 34-Jährige das Känguru zu verjagen. Er schlug das Beuteltier mit der Faust ins Gesicht.

Hier das Video:

Es ging aber alles gut aus. Der Hund konnte flüchten, das Känguru zog weiter und der Mann wurde auch nicht verletzt. Und das war ziemliches Glück, denn Greig Tonkins befand sich in einer Situation, die ihm das Leben hätte kosten können.

„Der Typ kann sich glücklich schätzen, denn er hätte getötet werden können“, erklärte der Biologe und Känguru-Spezialist Marco Festa-Bianchet.

Entgegen der weitverbreiteten Meinung boxen Kängurus normalerweise nicht. Wenn es für uns aussieht, als würden Kängurus boxen, dann versuchen sie tatsächlich, ihrem Feind die Augen auszukratzen. Aber häufiger lehnen sich zurück, balancieren auf ihrem Schwanz, um dann mit ihren starken Hinterbeinen zuzutreten.

„Hätte das Känguru das getan, dann hätte es den Kerl zerlegt“, so der Biologe weiter.

Zum Schlag erklärte Festa-Bianchet: „Man kann direkt sehen, dass sich das Känguru dachte ‚Woah, was war das?‘ Das hätte kein anderes Känguru getan und ein Mensch gibt dadurch das falsche Signal. Es sieht irgendwie witzig aus, aber es war eine wirklich gefährliche Situation.“

Mittlerweile wird dieses Video kontrovers im Netz diskutiert. Viele Menschen fordern, dass der Zoowärter Greig Tonkins seinen Job für sein Verhalten verlieren sollte. Die Freunde von Tonkins verteidigen aber sein Handeln. Er wollte nur seinen Hund, sich und seine Freunde beschützen. „Der Jagdausflug wurde für einen kranken jungen Mann namens Kailem organisiert, der letzte Woche an Krebs verstarb“, erklärte Mathew Amor, der den Ausflug koordinierte.

„Kailem wollte ein Wildschwein fangen… so kamen einige von uns zusammen, um mit ihm rauszugehen. Ein anderer Kumpel filmte den Trip über eine Stunde für eine DVD für Kailem und seine Familie.“

Australien ist das giftigste Land der Welt. In Gewässer und Landstrichen tummeln sich jede Menge giftige Tiere und Pflanzen. Allein 8 der 10 giftigsten Schlangen der Welt leben hier, genauso wie die giftigste Spinne der Welt. Warum gerade dort so viele gefährliche Tiere beheimatet sind, erfahrt ihr hier:

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