Rainer Altenkamp, CC BY SA 3.0

In Deutschland kommen gerade tausende Giftspinnen zur Welt

vor 3 Jahren

Hierzulande gibt es keine giftigen Spinnen? Leider nicht mehr ganz richtig. Der Ammen-Dornfinger hat bereits im Sommer für Wirbel gesorgt, als er plötzlich zahlreich in Brandenburg und Berlin gesichtet wurde. Und das bedeutet: Genau jetzt dürfte es bei uns plötzlich viele, viele kleine Spinnen geben.

Schon im Sommer titelte die B.Z.: „Gefährliche Giftspinne macht sich in Berlin breit“. Und tatsächlich ist mit dem Ammen-Dornfinger nicht zu spaßen. Die Spinnenart ist sehr aggressiv und mit ihren harten Kieferklauen beißt sie locker durch ein Shirt oder sogar eine Jeans. Der Dornfinger gilt als einzige europäische Spinnenart, die einen Menschen wirklich spürbar vergiften kann. Aber keine Panik: Die Folgen sind selten schlimmer als bei einem Wespenstich und nach einem Tag meistens wieder vorüber.

Und nachdem im Sommer so viele Achtbeiner in Deutschland unterwegs waren, dürfte das bedeuten, dass in den letzten Tagen massenweise kleine Spinnen das Licht der Welt erblickten. Die Ammen-Dornfinger-Weibchen bauen im Sommer eigroße Nester an Orte im hohem Gras. Dort liegen ab August Ei-Kokons mit etwa 100 bis 200 Eiern. Vor Ende September bis Anfang Oktober schlüpft der Nachwuchs. Und etwa drei Wochen später – also jetzt – reißt Mama die schützende Hülle auf und es verlassen hunderte Mini-Spinnen das Nest.

Der Nachwuchs überwintert in Bodennähe, vor allem unter dem Schutz welker Blätter. Wie viele es tatsächlich sind, werden wir im nächsten Jahr erfahren, wenn die Tierchen wieder auf die Jagd gehen.

Aber wie bereits erwähnt: Der Biss des Ammen-Dorfinger ist zwar schmerzhaft, aber nicht wirklich gefährlich. Anders sieht das bei den enorm gruseligen australischen Riesenvogelspinnen aus. Die zeigen wir euch in diesem Video:

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