Diese Kreatur wurde in einer sibirischen Diamanten-Mine gefunden
Siberian Times

Diese Kreatur wurde in einer sibirischen Diamanten-Mine gefunden

vor 5 Monaten

Minenarbeiter im tiefsten Russland haben eine mumifizierte Kreatur ausgegraben, die aus einem Horrorfilm stammen könnte. Sie hofften natürlich auf eine seltene Spezies oder Überreste von Dinosauriern. Doch da wurden sie leider enttäuscht.

Russland. Mitten im Nirgendwo. Naja, genau genommen in der Stadt Udatschny. Aber wer kennt die schon? Etwa 12.000 Menschen leben dort. Hauptsächlich von der Diamanten-Förderung in Minen.

Ein paar Arbeiter haben vor einiger Zeit Etwas gefunden, das nun überhaupt nicht nach Diamanten aussieht. Es ist alt, mumifiziert und könnte mal ein Säugetier gewesen sein. Vor langer, langer Zeit. Forscher gehen erstmal vom Skelett eines jungen Vielfraß aus. Ja, das ist tatsächlich auch ein Tier und nicht nur eine Bezeichnung für Menschen wie … nun ja … mich.

Kreatur

Der Vielfraß ist ein Raubtier aus der Familie der Marder und sieht eigentlich ganz putzig aus. Obwohl er ziemlich massiv ist: Die Männchen können bis zu 32 Kilogramm schwer und über einen Meter lang werden. Er hat starke Kiefer und spitze Eckzähne. Was ein Räuber eben so braucht.

Eine andere Theorie besagt, es könne auch ein Zobel oder Baummarder sein. Wesentlich kleiner und zierlicher wären diese. Auf jeden Fall gehört er wohl – auf Grund von Körperbau und Knochen – zur Familie der Marder. Das sind Fleischfresser, zu denen auch Otter, Dachse, Nerze und Wiesel gehören. Eine genaue Untersuchung wird Aufschluss darüber geben.

Kreatur

Vielfraß
So sieht das „putzige“ Geschöpf heute aus.
© via Flickr/Mats Lindh/CC BY 2.0

Aber nicht nur die Spezies selbst ist spannend. Auch der Ort des Fundes. Denn die diamanthaltigen Sande in der Gegend stammen aus dem Erdzeitalter Mesozoikum, sind also zwischen 252 und 66 Millionen Jahre alt. Das Mesozoikum wird in Kreide, Jura und Trias gegliedert. Es wird auch Erdmittelalter genannt, weil das die Zeit nach dem größten bekannten Massensterben war. Dabei starben etwa 75 bis 90 Prozent aller Pflanzen- und Tierarten.

Jetzt konnte also die Evolution von völlig neuer Fauna und Flora beginnen. Unter ihnen: Dinosaurier, Reptilien, Säugetiere.

Das Skelett wird wahrscheinlich nicht so alt sein wie der Sand, der es umgibt. Aber dem russischen Permafrost sei Dank ist es erstaunlich gut erhalten und könnte daher recht alt sein. Wir werden uns wohl noch gedulden müssen, was die Forscher herausfinden.

Wenn wir an Marder denken, denken wir sofort an die Tiere, die unsere Autokabel durchknabbern. Können wir uns davor eigentlich schützen? Wir testen verschiedene Abwehrmöglichkeiten:

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