via Barcroft Media/Graham Dyer

Diese Löwenmutter hat ein großes Herz

vor 4 Jahren

Der südafrikanische Wildtierfotograf Graham Dyer hat im zweitgrößten Nationalpark der Welt etwas ganz Besonderes vor die Linse bekommen: Eine Löwenmutter beschützt einen verletzten Fuchs davor, die Mahlzeit ihrer Artgenossen zu werden. 

Auf der Suche nach guten Motiven im Central Kalahari Game Reserve ist der junge Fotograf unerwartet Zeuge eines beeindruckenden Szenarios geworden. Er beobachtete ein Löwenrudel, bestehend aus einem Löwen und zwei Löwinnen, eine davon hatte Babys dabei.
Erst gab es nichts Außergewöhnliches zu sehen, doch plötzlich erklang ein schrilles Kreischen in der Ferne. Sofort folgten die hungrigen Löwen dem Geräusch – ahnend, dass es sich um den Hilferuf eines potenziellen Mittagessens handelte.
Als der Fotograf den Schauplatz des Geschehens erreichte, bot sich ihm ein Anblick, den er so schnell nicht mehr vergessen wird: Eine der Löwinnen hatte einen Großohrfuchs gefangen. Er konnte nicht mehr aufstehen.

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Der männliche Löwe näherte sich, in der Hoffnung, einen Teil der Beute ergattern zu können. Und da war er nicht der Einzige: Immer mehr Löwen versammelten sich um den tapferen Fuchs, der um sein Leben kämpfte.

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Auch die Löwenmutter und ihre Kinder waren fasziniert von dem verletzten Tier. Allerdings nicht, weil sie ihn fressen wollten. Im Gegenteil: Getrieben von ihrem mütterlichen Beschützerinstinkt verteidigte die Löwin den hilflosen Fuchs. „Sie brüllte jeden an, der ihm zu nahe kam und schlug sogar nach dem männlichen Löwen“, berichtet der Fotograf. Das tat sie so lange, bis die anderen Löwen das Interesse verloren.

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Kurze Zeit später wurden die Löwen von einem anderen Geräusch in der Ferne abgelenkt und weggetrieben. Der Fuchs erholte sich langsam, konnte wieder aufstehen. „Wir hoffen, dass er überlebt hat“, schreibt uns der Fotograf. Graham Dyer und seine Kamera waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort und so gehen diese Bilder nun um die ganze Welt.

Apropos Wildtiere: In Afrika leben nur noch knapp 80.000 Giraffen, die meisten von ihnen in Südafrika. Doch da sich der Großteil des Landes in privater Hand befindet, müssen die Tiere mithilfe von Wildtierfängern umgesiedelt werden, um den Bestand zu sichern. Wir durften hautnah mit dabei sein. Seht selbst:


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