Dieser Fisch scheint auf seinen vier Beinen zu laufen
via YouTube/2011ACVVV

Dieser Fisch scheint auf seinen vier Beinen zu laufen

vor 3 Monaten

Tiefsee-Expeditionen sind immer etwas Besonderes. Denn fast jedes Mal gelingen den Forschern seltene Aufnahmen von bisher wenig untersuchten Meeresbewohnern. Uns beeindruckt ein Video von einem scheinbar laufenden Fisch.

Über die Entdeckungen der Forscher der Okeanos Explorer haben wir schon ein paar Mal berichtet. Sei es von einem Geisterfisch, einem riesigen Schwamm, dem Dumbo-Oktopus, kuriosen Quallen oder dem Geister-Oktopus.

Die Crew fährt seit einigen Jahren schon den Meeresgrund ab. Dank ihnen lernen wir nicht nur neue Spezies kennen, sondern bekommen auch seltene Aufnahmen von bereits bekannten, aber selten gesehenen Arten. Dazu gehört auch dieser laufende Fisch, der – unserer Meinung nach – völlig zu Unrecht den Namen Seekröte trägt.

Von den Seekröten gibt es 29 Arten in zwei Gattungen. Sie gehören zu den Armflossern. Dazu zählen beispielsweise auch der Seeteufel, aber auch die Anglerfische. Über einen von ihnen haben wir auch schon mal berichtet, denn es gibt schon sehr außergewöhnliche Exemplare.

Diese bestimmten Seekröten – mit wissenschaftlichem Namen Chaunax pictus – leben in zweihundert bis sechshundert Metern Tiefe und können bis zu 40 Zentimeter lang werden. Dieses orange leuchtende Exemplar haben die Wissenschaftler vergangenes Jahr vor der Küste Puerto Ricos gefunden. Und sicher, eine neue Art haben sie nicht entdeckt. Dafür sind ihnen unglaublich seltene Aufnahmen gelungen.

Denn wie sich die Seekröten mit ihren modifizierten Brust- und Bauchflossen vorwärts bewegen, ist ein ganz besonderer – und irgendwie lustiger Anblick. Sie laufen quasi über den Meeresboden. Nur … ähm … etwas langsamer.

Wie ihre Verwandten aus der Tiefe haben sie ebenfalls eine aus der Rückenflosse gebildete „Angel“ mit einem Köder dran. Bei unserem Exemplar ist das der schwarze Punkte zwischen den Augen. Die Angel wird „ausgeworfen“, sobald sich mögliche Beute in der Nähe befindet, um sie zu ködern. Dazu verstecken sich die Fische auf dem Boden und versuchen, unauffällig in eine günstige Angriffsposition zu kommen, um dann zuzubeißen. Clever.

Der Eunice aphroditois wird bis zu drei Meter lang und verbirgt sich bis auf die Kopfspitze im Sand. Berührt eine Beute seine Fühler, schießt er heraus und schnappt sie sich. Wie es aussieht, wenn er zuschlägt, zeigen wir euch in diesem Video:

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