Dieser Zoo will, dass du tödliche Spinnen einfängst
via Facebook/The Australian Reptile Park

Dieser Zoo will, dass du tödliche Spinnen einfängst

vor 3 Wochen

Auf zur Spinnenjagd! Tatsächlich nicht bei uns, aber in Australien ist das angesagt. Das klingt erstmal ziemlich gefährlich, kann aber tatsächlich Leben retten.

Die Sydney-Trichternetzspinne ist nicht nur – wie der Name bereits vermuten lässt – in Sydney und Umgebung daheim, sondern auch eine der tödlichsten Spinnen ganz Australiens. Genau an ihre Fersen sollen sich die Australier heften.

Denn der Australian Reptile Park nördlich von Sydney braucht Nachschub. Als einzige Station in Australien darf er die gefährlichen Achtbeiner melken, um aus ihrem Gift das immens wichtige Gegengift herzustellen, das Leben retten kann. Und im letzten Jahr kamen nicht genug Spinnen rein, um genug Gegengift herzustellen. Dem Park ist es zu verdanken, dass seit 1981 kein Mensch mehr am Biss der Trichternetzspinne gestorben ist.

Sollten die Einwohner auf eine solche Spinne treffen, sollten sie sie lieber einfangen statt töten. Natürlich nur diejenigen, die sich das zutrauen und sich dabei selbst nicht in Gefahr bringen. Und natürlich sollte man niemals Kinder in die Nähe lassen. Wie man das macht, ohne gebissen zu werden, erklärt der Direktor des Parks im schönsten australischen Englisch (da die meisten von euch wohl eher nicht auf die Spinne treffen werden,lassen wir das Video für sich sprechen):

Hat man sie eingefangen, gibt es bestimmte Stationen, zu denen man die kleinen Krabbler bringen kann. Das Melkprogramm gibt es seit über 50 Jahren und rettet jährlich über 300 Menschen das Leben. Erst kürzlich gab es zwei Fälle, in denen Menschen gebissen wurden, gestorben ist niemand.

Das Gift der Sydney-Trichternetzspinne ist sehr gefährlich und kann bei Primaten, Menschen und neugeborenen Mäusen tödlich sein. Auf Hunde oder Katzen scheint es fast gar keine Wirkung zu haben. Vergiftungssymptome treten beim Menschen schon nach 28 Minuten auf. Es fängt mit Gänsehaut, Schweißausbrüchen, Muskelzuckungen und Hypotonie an und kann bis zum Tod führen.

Um genau das zu verhindern, ist der Reptilien-Park auf „Spinnen-Spenden“ angewiesen. Diese waren vergangenes Jahr einfach nicht genug und die Ranger konnten selbst nicht genügend einfangen, so dass jetzt die Öffentlichkeit um Hilfe gebeten wird.

Im Park selbst werden die Spinnen gemolken, danach kommt das Gift in ein Labor, das das Gegengift herstellt.

Wenn ihr gerade in Australien seid, holt eure Gläser raus und begebt euch auf Spinnenjagd!

In Australien leben nicht nur tödliche Spinnen, sondern auch riesige. Kürzlich ging ein Foto aus Brisbane durchs Netz. Ist das die größte Spinne der Welt? Wir haben uns in Australien auf die Suche nach ihr gemacht:

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