Drei Herzen und blaues Blut: Keine Monster, sondern Tintenfische
via YouTube/William Smart

Drei Herzen und blaues Blut: Keine Monster, sondern Tintenfische

vor 2 Jahren

Die Natur und die Tierwelt stecken voller Wunder. Dieses Video zeigt spektakuläre Aufnahmen von Tintenfischen aus nächster Nähe, die etwas ganz Besonderes sind. Sie haben blaues Blut und drei Herzen.

Nur allzu gerne versinken wir in Aufnahmen, die die Schönheit unserer Welt zeigen. Wir sind über ein Video gestolpert, das genau das tut. Es zeigt Tintenfische aus nächster Nähe, die einfach nur cool aussehen.

Wie kleine Aliens schwimmen sie durch das Wasser. Die Aufnahmen stammen von den Britischen Jungferninseln in der Karibik. Zu sehen ist der Karibische Riffkalmar, der gerne in Gruppen schwimmt. Alleine schwimmen ist ja auch doof.

Mit ihren 20 Zentimetern Körperlänge werden die Tintenfische zwar nicht gerade groß, haben aber andere Besonderheiten. Sie haben drei Herzen und blaues Blut. Letzteres verdanken sie dem Blutfarbstoff Hämocyanin. Im Gegensatz zu unserem Hämoglobin bindet es den Sauerstoff durch Kupfer, nicht durch Blei. Das ist bei den meisten Tintenfischen so, aber auch beispielsweise bei Hummern.

Sie halten sich gerne im flachen Wasser in Küstennähe auf und haben keine Angst vor Tauchern, die sie neugierig inspizieren. Denn sie selbst sind ziemlich neugierig. Und sehen so ziemlich alles, was um sie herum passiert. Denn im Tierreich haben sie – proportional zur Körperlänge – die größten Augen.

Es läuft aber nicht alles rund bei ihnen: Sie können sich nur einmal fortpflanzen, danach sterben sie. Vorher versuchen mehrere Männchen mit verschiedensten Farb- und Musterwechseln ein Weibchen von sich zu beeindrucken. Wenn sich das Weibchen entschieden hat, gibt es zunächst stundenlange Hochzeitsrituale, bevor es sich befruchten lässt. Nach der Eiablage stirbt es. Sie leben durchschnittlich nur fünf Monate.

Das Tolle an den Riffkalmaren ist, dass wir sie in Ruhe beobachten können. Denn sie sind eine sehr häufige und weit verbreitete Tierart und nicht bedroht. Das liegt auch daran, dass sie nirgendwo kommerziell gefischt werden.

Mit ihren „Flügeln“ bewegen sie sich wellenförmig fort. Das geht ziemlich langsam. Soll es schneller gehen, saugen sie Wasser ein, das sie unter Druck wieder herauspressen. Damit stoßen sie sich rückwärts nach hinten. Also nach vorne. Also, sie bewegen sich ja rückwärts fort. Das geht wesentlich schneller. Aber schaut euch am besten das ganze Video an:

Besonders beeindruckend sind auch diese leuchtenden Tintenfische aus Japan. Das ist ihre Geschichte:

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