Schon mal einem Gecko ins Ohr geleuchtet?
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Schon mal einem Gecko ins Ohr geleuchtet?

vor 3 Jahren

Den Tunnelblick kennt jeder. Aber was hat es mit dem Tunnelhören auf sich? Geckos, aber auch Frösche und Vögel sind davon betroffen. 

Evolutionsbedingt sind die Ohren von Geckos durch einen Tunnel verbunden. Das Witzige: Würde man mit einer Lampe in das eine Ohr hineinleuchten, wurde das Licht zum anderen Ohr hinausleuchten. Durch diese anatomische Besonderheit können unter anderem Echsen ihre Feinde besser aufspüren. Die Technische Universität München hat anhand eines mathematischen Modells dargelegt, wie sich die Schallwellen in dem Hohlraum ausbreiten und wie dadurch erkannt werden kann, aus welcher Richtung ein Signal kommt.

Im Fachjournal Physical Review Letters haben sie ihre Ergebnisse veröffentlicht: Auch wenn bei unterschiedlichen Spezies die Hohlräume zwischen dem Trommelfell unterschiedlich aussehen, kann das Modell der Wissenschaftler auf alle Tiere mit diesem Hörsystem angewendet werden – also Frösche, Reptilien und auch Vögel. Diese haben einen geringen Ohrabstand, weshalb sie eine Geräuschquelle nicht anhand zeitlicher Verzögerung lokalisieren können (so ist es nämlich beim Menschen). Vielmehr funktioniert diese Lokalisierung durch den luftgefüllten Hohlraum, welcher die Trommelfelle der Ohren zusammenschließt.

Über 15.000 Tierarten, die gekoppelte Ohren besitzen, sind bekannt. Durch die gekoppelten Ohren nehmen beispielsweise Geckos nicht nur Signale die von außen ertönen wahr. Es entsteht ebenso eine Überlagerung von äußeren und inneren Schallwellen durch den Tunnel. Professor Leo van Hemmen, der Studienleiter, ist sich sicher, dass die neuen Erkenntnisse auch für die Robotik in naher Zukunft interessant sein könnten. Denn diese Art von Hörsystem spart an Energie und dient als Verstärkung.

Auch interessant: Wetten, dass du diesen Unterschied nicht hören kannst?

Unsere Ohren sind tagtäglich im Dauereinsatz, eine Pause gibt es nicht. Wir testen, was unser Gehör aushält und bringen dieses dabei an seine Grenzen. Das und weitere spannende Fakten hier im Video.

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