Warum sehen wir nie Baby-Tauben?
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Warum sehen wir nie Baby-Tauben?

vor 3 Jahren

Sie gehören zur Großstadt wie die Wolken zum Regen: Graue, gurrende Tauben, die sich über zugeworfenes Brot freuen und mit ihrem Kot so manchen Pflasterbelag beschmutzen. Aber hat jemand von euch schon mal eine Baby-Taube gesehen? Vermutlich nicht.

Und das hat einen Grund. Wenn junge Tauben schlüpfen, sind sie nackt und blind –kein besonders schöner Anblick. Manche bezeichnen sie sogar als die hässlichsten Vogelbabys der Welt.
Dass wir junge Tauben in ihren Nestern nicht zu Gesicht bekommen, liegt daran, dass Stadttauben von Felsentauben abstammen. Sie bauen ganz traditionell ihre Nester gut versteckt und so weit oben wie nur möglich – beispielsweise in Dachnischen.

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Außerdem gehören Tauben zu den schnellstwachsenden Wirbeltieren. Sie erreichen bereits nach zwei Tagen das Doppelte ihres Geburtsgewichtes. Das liegt an der sogenannten Kropfmilch – der von den Vogeleltern hochgewürgten Nahrung, die extrem kalorienreich ist.

Nach nur 35 Tagen sind sie komplett ausgewachsen und verlassen ihr Nest. Dann sind sie für uns bereits nicht mehr von den älteren Tauben zu unterscheiden.

In deutschen Großstädten sind Tauben meist eine Plage. In einer türkischen Stadt werden die Tiere allerdings teuer gehandelt. Die bis zu 2000 Euro teuren Vögel werden dort dressiert und gut gepflegt:

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