Forscher haben nun untersucht, warum Eiszeiten sich verschieben können.
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Wissenschaftler erklären: Darum kommt es alle 100.000 Jahre zu einer Eiszeit

vor 3 Jahren

Endloses Eis, eine lebensfeindliche Umwelt – das verbinden wir mit einer Eiszeit. Forscher haben nun untersucht, warum sie sich verschieben können. Nur so viel: Unsere Ozeane spielen dabei eine wesentliche Rolle. 

Eiszeit extrem: Im Film „The Day After Tomorrow“ folgt eine Katastrophe auf die andere. In rasender Geschwindigkeit verwüsten nicht nur gigantische Stürme Stadt und Land, kurz darauf fallen die Temperaturen auch noch auf unter 100 Grad minus. Eine kleine „Eiszeit“ bricht aus. Was Regisseur Roland Emmerich in dem Film aus dem Jahr 2004 zeigt, sind keine Szenen, die uns in den nächsten Jahren erwarten dürften.

Generell wird eine solche Katastrophe in der Wissenschaft nicht diskutiert. Trotzdem sind Eiszeiten – oder genauer „Kaltzeiten“ – stets Thema der Forschung. Die letzte endete vor etwa 10.000 Jahren. In der Geschichte unserer Erde fanden Kaltzeiten wohl stets alle 40.000 Jahre statt. Vor circa einer Million Jahre änderte sich das. Seitdem kam es nur noch alle 100.000 Jahre zur Abkühlung. Die entscheidende Frage: Warum war das so?

Ozeane atmen CO2 ein und aus

Eine neue Theorie besagt: Die Ozeane waren dafür verantwortlich. Sie zogen unüblich viel CO2 aus der Atmosphäre. Und so sanken die Temperaturen. Denn: Das fehlende Kohlendioxid trug dazu bei, dass Wärmestrahlung besser aus der Atmosphäre austreten konnte. Und so wurde es auf der Erde kälter. Das haben die Wissenschaftler um Carrie Lear von der Cardiff University anhand von Fossilen nachgewiesen – winzige Algen, die wichtig für den CO2-Haushalt der Erde sind.

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Im Moment erwärmt sich unser Klima – auch weil der Mensch Kohlendioxid in die Atmosphäre pumpt. Die Eisplatten schmelzen. Und so kann auch aus dem Meer mehr Kohlendioxid in die Atmosphäre strömen. Denn das Eis kann das CO2 nicht unter der Oberfläche halten. Beide Effekte verstärken sich sozusagen gegenseitig. Das hat zur Folge, dass die nächste Kaltzeit wohl noch auf sich warten lassen wird. Der Mensch verlängert also durch den zusätzlichen CO2-Ausstoß die sogenannte Warmzeit. Und das ist in keinster Weise ein positiver Effekt: Extreme Wetterereignisse, überflutete Küstenregionen und das Aussterben von bedrohten Tierarten – das sind nur ein paar Folgen der Klimaerwärmung.

Denken wir also noch einmal an „The Day After Tomorrow“ zurück. Die nächste Eiszeit steht zwar noch nicht bevor. Doch schon jetzt ist absehbar, dass das Nachspiel der Klimaerwärmung uns vor einige Probleme stellen wird.

Wenn ihr sehen wollt, was so eine Eiszeit mit euch machen könnte: Unser Reporter Jan macht den Selbstversuch. Wie lange spielt die Technik mit? Und wie lange hält er selbst durch?

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