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Ackerbohne - Klimaheld und Superfood aus Deutschland

Die Ackerbohne wird auch "Wunderbohne" genannt. Aus gutem Grund: Sie ist ein heimisches Superfood, das exotischen Bohnen in Sachen Gesundheit locker das Wasser reichen kann. Weiter unten: Rezepte zum Nachkochen.
Teaserbild: Ackerbohne - Klimaheld und Superfood aus Deutschland

Support your local hero: Deshalb solltest du öfter zu Ackerbohnen greifen

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    Hülsenfrüchte erleben gerade einen wahren Boom. Sie sind gesund, eine gute Eiweiß-Alternative zu Fleisch und klimafreundlich. Oder?

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    Linsen, Erbsen, Bohnen und Sojabohnen haben meist einen weiten Weg bis in unsere Supermarkt-Regale. Beim Transport per Lastwagen, Schiff oder gar Flugzeug enstehen klimaschädliche Treibhausgase.

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    Soja ist außerdem eine echte Diva und ihr Anbau verlangt sehr viel Wasser. Noch dazu wird für Soja-Plantagen Regenwald abgeholzt. Das meiste Soja wird allerdings an Rinder und Schweine verfüttert.

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    Die genügsame Ackerbohne dagegen ist ein wahrer Klimaheld: Sie ist eine heimische Bohne und muss somit nicht weit transportiert werden.

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    Übrigens ist sie die einzige Bohne, die auch in Küstennähe gedeiht. Schon im Mittelalter pflanzte man sie entlang der Nordseeküste an. Ihre üppigen Erträge bewahrten viele Menschen vor der Hungersnot.

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    Mit dem Kauf der Ackerbohne tust du also nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern auch deutschen Bauern - und dir selbst. Warum, liest du unten.

Wahrer Power-Snack - Popeye würde diese Bohnen lieben

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    Hätte der starke Seemann gewusst, dass es ein eiweißhaltigeres Gemüse gibt als Spinat, wäre vielleicht die Wunderbohne durch ihn bekannt geworden.

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    In der Ackerbohne stecken stolze 8 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm (Spinat: 3,6 Gramm). Außerdem enthält sie große Mengen an Zink, Magnesium, Kalzium und Eisen.

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    Weiterer Vorteil: Dank der vielen Ballaststoffe halten Wunderbohnen richtig lange satt. Deshalb sind sie auch gut für die schlanke Linie.

Cremiger Hummus aus Ackerbohnen

Hummus aus Ackerbohnen


Hummus muss nicht immer aus Kichererbsen sein - auch aus Ackerbohnen kannst du den gesunden Snack machen.
© Galileo

Du brauchst

250 g Ackerbohnen, geschält
2 Zehen Knoblauch
eine Prise Kreuzkümmel
ein TL Paprikapulver
5 EL Olivenöl
3 EL Sesampaste (Tahin)
3 EL Zitronensaft

So geht's

Lasse die Ackerbohnen 12 Stunden einweichen und koche sie anschließend circa eine Stunde (oder 5 Minuten im Schnellkochtopf). Schöpfe vor dem Abgießen eine Tasse Kochwasser ab - vielleicht brauchst du es später noch.

Gib nun die gekochten Bohnen mit den restlichen Zutaten in einen Mixer und püriere alles so lange, bis eine cremige Masse entsteht. Tipp: Wenn die Masse noch zu trocken ist, gib einfach etwas Kochwasser dazu.

Knusprige Ackerbohnen-Bratlinge

Ackerbohnen-Bratling


Knusprige Bratlinge gibt's nicht nur aus Kartoffeln - auch Ackerbohnen machen sich hervorragend in der Pfanne!
© Galileo

Du brauchst

200 g Ackerbohnen, geschält
ein Lauch
eine Zwiebel
2 gelbe Rüben
40 g Butter
400 ml Gemüsebrühe
100 g geriebener Käse
3 Eier
20 g Semmelbrösel
Je eine Prise Pfeffer, Salz, Muskat und Thymian

So geht's

Bohnen 12 Stunden einweichen und anschließend im Mixer zu Bohnenschrot zerkleinern. Gemüse in kleine Würfel schneiden und zusammen mit dem Schrot in der Pfanne andüsten. Dann mit der Gemüsebrühe aufgießen und 15 Minuten köcheln lassen. Anschließend weitere 15 Minuten quellen lassen.

Masse auskühlen lassen und Käse, Semmelbrösel, Eier hinzugeben. Mit den Gewürzen abschmecken und alles gut vermischen. Nun aus der Masse runde Taler formen und mit Butter in der Pfanne anbraten.

Jedes Böhnchen ein Tönchen? Das hilft

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    Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen und Co. sind gut für unseren Darm. Für ihre Verdauung muss er richtig aktiv werden - und bekanntlich hört man das gelegentlich. Mit ein paar Tricks lässt sich das aber mindern.

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    Eine Prise Natron (zum Beispiel im Backpulver) im Kochwasser macht die Bohnen bekömmlicher.

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    Lege die Bohnen vor dem Kochen ein - das macht sie besser verdaulich.

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    Auch Gewürze und Kräuter helfen - wie Ingwer, (Kreuz-)Kümmel, Fenchel, Anis oder Petersilie.

Wie gut kennst du dich mit Hülsenfrüchten aus? Hier kannst du es herausfinden!

Veröffentlicht: 25.09.2020 / Autor: Carina Neumann-Mahlkau