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Cheebab: So schmeckt der Käse-Döner

Dieser Döner erfüllt kulinarische Fantasien, von denen du noch gar nichts wusstest: Stell dir einen nachhaltig produzierten - und vegetarischen - Döner vor. Mit cremigem Käse und frischem Gemüse. Läuft dir schon der Käse, äh, das Wasser im Mund zusammen?
Teaserbild: Cheebab: So schmeckt der Käse-Döner

Das steckt hinter dem Käse-Döner

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    Oder besser gesagt, der steckt dahinter: Der Schweizer Roland Rüegg ist der Erfinder des Cheebabs. Käse ist nicht nur sein Beruf, sondern auch seine Leidenschaft. Mehr über den "Käse-Revoluzzer" erfährst du im Clip.

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    Das Herz des Cheebabs: Nachhaltiger Grillbratkäse. Oft enthält Käse zur Gerinnung tierisches "Lab" (aus dem Mägen von Kälbern). Der Cheebab aber ist zu 100 Prozent vegetarisch.

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    Das Rezept? Hier hüllt sich Roland in Schweigen. Er ist bisher der einzige weltweit, der einen Käse-Döner-Spieß zaubern kann. Seine Prinzipien: Handarbeit und Nachhaltigkeit.

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    Das hat seinen Preis: Je nach Laden kostet der Cheebab bis zu 12 Euro. Hier siehst du, wo du den Käse-Döner findest.

Du möchtest Döner in der Türkei essen? Dort wirst du ihn nicht finden

Nevzat Salim, Erfinder des Döners?


Ist er der Erfinder des Döners? Nevzat Salim verkaufte nach eigenen Angaben bereits 1969 Döner auf dem Stadtfest in Reutlingen.
© picture alliance / dpa

Döner ist nicht typisch Türkisch - sondern streng genommen typisch Deutsch! Kebab (also das Döner-Fleisch vom Spieß) isst man in der Türkei nämlich nicht im Fladenbrot, sondern auf dem Teller - meist mit Tomaten, Salat, Gurken, Zwiebeln (kein Kohl!), Salz-Kartoffeln und Kräuter-Quark.

Für einen guten "deutschen" Döner reist du also nicht in die Türkei, sondern am besten nach Berlin - der "Döner-Hauptstadt". In den 1970er Jahren wandelten türkische Gastarbeiter den traditionellen Kebab ab und verkauften ihn hier im Brot, auf die Hand.

Oder kommt der "deutsche Döner" doch aus dem baden-württembergischen Reutlingen? Nevzat Salim verkaufte hier nach eigenen Angaben bereits 1969 Döner auf dem Stadtfest (siehe Bild).

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Fleisch war gestern: Galileo machte sich auf die Suche nach dem etwas anderem Döner - und wurde nicht enttäuscht.

"Der Gerät" - kennst du es noch?

"Der Gerät" Döner-Roboter


Duran Kabakyer war mit "Der Gerät" auch auf der DÖGA (Deutschlands erste Kontaktmesse der Döner-Industrie) vertreten.
© picture alliance / dpa

Tatsächlich wurde aus einem anfänglichen Witz ein genialer Erfolg: Duran Kabakyer erfand einen Döner-Roboter, der das Fleisch vollautomatisch und gleichmäßig vom Spieß schneidet.

Stefan Raab strahlte in seiner Sendung "TV Total" 2011 ein Interview mit Duran über seinen Roboter aus: "Der Gerät wird nie müde, der Gerät schläft nie ein, der Gerät ist immer vor der Chef im Geschäft und schneidet das Dönerfleisch schweißfrei", sagte er darin.

Durch die Sendung wurden "Der Gerät" mitsamt Grammatik-Fehler Kult. Duran nutze das als Geschäftskonzept und sein Döner-Roboter steht heute in vielen deutschen Döner-Läden.

Kennst du die unterschiedlichen Käse-Sorten?

Veröffentlicht: 13.10.2020 / Autor: Carina Neumann-Mahlkau