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Essen aufwärmen: So wird die Pizza knusprig - und die Pasta gesünder

In unserem Clip heißt es heute "Reste essen". Aber wie wird die Pizza von gestern wieder knusprig? Die besten Tipps und Tricks rund ums Aufwärmen. Außerdem: Deshalb haben Nudeln und Kartoffeln am nächsten Tag weniger Kalorien.

Resistente Stärke - ein wahres Wundermittel

Essen aufwärmen geht schnell und macht Pasta und Co. sogar gesünder. Glaubst du nicht? Stimmt aber. Verantwortlich dafür ist die "resistente Stärke".

Sie entsteht, wenn stärkehaltige Lebensmittel abkühlen. Dabei verwandelt sich ein Teil der kalorienreichen Stärke vom Kohlenhydrat zum Ballaststoff. Das heißt: weniger Kalorien und ein längeres Sättigungsgefühl.

Die "Light Version" bleibt sogar bestehen, wenn du stärkehaltiges Essen danach noch mal aufwärmst.

Diese Lebensmittel solltest du lieber nicht aufwärmen

  • 🍳

    Ei, Ei, Ei - das is(s)t besser nicht dabei. Denn beim Abkühlen verändern sich die Proteine - und dein Magen hat ganz schön zu kämpfen.

  • 🥔

    Kartoffeln: Ab in den Kühlschrank, und zwar höchstens 3 Tage. Sonst bilden sich Bakterien, und das Essen geht dir gleich noch mal durch den Kopf.

  • 🍄

    Pilze: Zubereitete Champignons und Co. höchstens einen Tag im Kühlschrank (!) aufbewahren. Sonst sammeln sich Bakterien. Beim Aufwärmen verändert sich außerdem die Eiweiß-Struktur. Tipp: Damit die Pilze dir trotzdem gut bekommen, musst du sie auf mindestens 70 Grad erhitzen.

  • 🍗

    Geflügel: Ähnlich wie Pilze ist es anfällig für Bakterien (schlimmstenfalls Salmonellen). Über Nacht verändern sich die Proteine im Fleisch und werden schwer verdaulich. Deshalb: Lieber Finger weg.

  • 🥗

    Spinat: Das gesunde Gemüse enthält Nitrat, das sich bei Zimmertemperatur in das schädliche Nitrit umwandeln kann. Also rein in den Kühlschrank und nach spätestens einem Tag bei mindestens 70 Grad erwärmen. Das Gleiche gilt übrigens für Rote Beete und Sellerie.

So funktioniert eine Mikrowelle

Mikrowelle: So funktioniert sie

So funktioniert eine Mikrowelle

In fast jeder Küche steht eine Mikrowelle! Wie wird das Essen darin erhitzt? Geht das wie im Ofen? Und wieso dreht sich der Teller dabei?

Wahrheit oder Mythos - gehen in der Mikrowelle wirklich mehr Vitamine verloren?

Teller rein, Tür zu, bing - schon hat das Essen die perfekte Temperatur. Es könnte so schön sein, wären da nur nicht all die Vorurteile gegen die Mikrowelle. Eines hält sich besonders hartnäckig: Das Gerät tötet Vitamine ab. Aber stimmt das wirklich?

Nein, sagen Experten vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE).
Richtig erwärmt, gehen in der Mikrowelle nicht mehr Vitamine kaputt als im Ofen oder im Herd.

Mikrowellen-Wissen: So wärmst du dein Essen richtig auf

  • 😵

    Höchste Stufe und so schnell wie möglich? Keine gute Idee - dann können die Vitamine tatsächlich absterben.

  • ⏲️

    Besser: Gare dein Essen einige Minuten bei Temperaturen um die 70 Grad.

  • 🚰

    Vitamine sind wasserlöslich. Je mehr Wasser dein Gericht enthält, desto mehr Vitamine "verdunsten" also in der Mikrowelle. Deshalb: Gib keine zusätzliche Flüssigkeit hinzu und lasse eingelegte Speisen immer gut abtropfen.

Veröffentlicht: 22.07.2020 / Autor: Carina Neumann-Mahlkau

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