Themenseiten-Hintergrund

Fleischkonsum halbieren: Wie gut das für Klima und Umwelt ist

Du möchtest gesund leben und die Umwelt schützen? Ganz einfach: Reduziere deinen Fleischkonsum. Wie viele Tierleben du als Vegetarier verschonst und wie viel CO2 du sparst, erfährst du hier.
Teaserbild: Fleischkonsum halbieren: Wie gut das für Klima und Umwelt ist

Das Wichtigste zum Thema Fleischverzicht

  • Runter vom Gas! Die Ernährung der Zukunft muss weniger fleischlastig sein, damit wir Treibhausgase einsparen und das Klima schützen.

  • Hast du schon von Lachgas (Distickstoffmonoxid) gehört? Das Treibhausgas soll 300-mal schädlicher als Kohlendioxid sein - und über 100 Jahre in der Atmosphäre bleiben.

  • Gar nicht lustig: Der Anteil an menschengemachtem Lachgas steigt, zeigen Studien. Es entsteht vor allem durch Düngen in der Landwirtschaft und Tierhaltung.

  • Fleisch hat als Lebensmittel eine schlechte Ökobilanz. Ein Burger mit Rindfleisch ist schätzungsweise 15-mal klimaschädlicher als ein Veggie-Burger mit Soja.

  • Bei tierischen Lebensmitteln belasten Flächenverbrauch und Rodungen, Dünger und die Produktion von Futtermitteln die Umwelt.

So profitiert die Umwelt von deinem Fleischverzicht!

In einem Jahr als Vegetarier sparst du ...

  • 🐔

    ... das Leben von 12 Hühnern, einem halben Schwein und von 0,1 Rindern.

  • 🛫

    ... circa 578 Kilogramm CO2. Das entspricht je nach Airline etwa 1 bis 2 Flügen nach New York.

  • 💊

    ... 39 Tagesdosen Antibiotika, die die Nutztiere sonst für deinen Fleischkonsum durchschnittlich bekommen hätten.

Quelle: blitzrechner.de

Beispiel-Rechnung: So viel Co2 sparst du bei 50 Prozent weniger Fleischkonsum

Das Szenario

Stell dir vor, du konsumierst normalerweise wöchentlich wie ungefähr jeder Deutsche im Durchschnitt

  • 680 Gramm Schweinefleisch,
  • 250 Gramm Geflügelfleisch,
  • und 180 Gramm Rindfleisch.

Die Folge:

Innerhalb von 10 Jahren würde die Verarbeitung der von dir gegessenen Tiere ungefähr 5.680 Kilogramm CO2 produzieren.

Nun halbierst du deinen Fleischkonsum und nimmst stattdessen Protein aus pflanzlichen Quellen zu dir.

Das Klima freut sich:

Du würdest die Umwelt mit etwa 2.400 Kilogramm weniger CO2 belasten.

Die Werte sind über blitzrechner.de ermittelt.

Dieses Essen hat einen guten ökologischen "Food-Abruck"

  • 🍆

    Auberginen liegen bei 0,03 CO2-Emission pro Kilogramm. Das ist nur halb so viel wie beim Brötchen.

  • 🥕

    Karotten liegen bei 0,03 CO2-Emission pro Kilogramm. Das ist rund 10mal weniger als die gleiche Menge Tomaten aus dem Gewächshaus.

  • 🍐

    Birnen haben vor allem von September bis Januar eine gute Klimabilanz. Sie liegt bei etwa 0,03 CO2-Emission pro Kilogramm.

  • 🍝

    Nudeln kommen auf 0,05 CO2-Emission pro Kilogramm. Zum Vergleich: Der Wert beim Reis liegt bei 0,30.

Quelle: klimatarier.de

Vegetarismus: ein neuer Trend?

Vegetarismus - ein neuer Trend?

Vegetarismus: ein neuer Trend?

Veggie ist in - jeder 10. isst in Deutschland mittlerweile vegetarisch. Doch woher kommt das - und gab es schon immer Vegetarier? Wir machen uns auf Spurensuche.

Online-Uni für alle: eine Vorlesung zu nachhaltiger Ernährung

Unsere Ernährung muss sich künftig ändern - meinen viele Experten. Wie du dich nachhaltig ernähren kannst, und was Politiker und Wirtschafts-Verantwortliche tun müssen - das beleuchtet Professor Matin Qaim aus Göttingen in einer öffentlichen Ring-Vorlesung.

Der Agrar-Ökologe gibt dabei Wissen aus seiner wissenschaftlichen Analyse unseres Ernährungssystems weiter.

Wann? Seit 4.11. immer Mittwochs von 18 bis 19.30 Uhr.

Wie? Du registrierst dich online und machst via Zoom zu Hause vom Laptop oder am Smartphone mit.

Jetzt bist du gefragt: Lebst du vegan?

Veröffentlicht: 12.11.2020 / Autor: Alena Brandt