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Kaffee aus Chicorée: Darum solltest du ihn mal probieren!

Chicorée-Kaffee liegt voll im Trend. Er schmeckt fast wie herkömmlicher Kaffee, ist aber gesünder und koffeinfrei.

Das Wichtigste zum Thema Kaffees

  • Kaffee aus Chicorée? Das mag komisch klingen. Tatsächlich wird der Kaffee-Trend aus der Heilpflanze des Jahres 2020 gemacht - der Gemeinen Wegwarte. Chicorée ist ein Abkömmling davon.

  • Für die Kaffee-Herstellung verwendet man die Wurzel der Gemeinen Wegwarte, die so genannte Zichorienwurzel.

  • Der Trend zu diesem Kaffee-Ersatz ist zwar gerade aktuell, den Kaffee aus der Zichorienwurzel gibt es aber schon länger. Er ist auch bekannt als “Muckefuck” oder “Blümchenkaffee”. Der wurde immer dann hergestellt, wenn das Geld für echte Kaffeebohnen fehlte. Er besteht hauptsächlich aus gerösteter Zichorienwurzel, die dem Getränk seine braune Farbe verleiht

  • Neben der Zichorienwurzel kommen zur Herstellung oft Malz und Getreide mit dazu.

  • Weil das Gewächs eine leicht bittere Note hat, die viele von Chicorée kennen, erinnert das so manchen an den typischen Kaffeegeschmack.

Die Power-Kräfte der Heilpflanze des Jahres 2020

  • 💊

    Die Gemeine Wegwarte ist dafür bekannt, Verdauungsbeschwerden lindern zu können - wegen der Bitterstoffe. Sie Pflanze wird zum Beispiel bei Verstopfung oder Appetitlosigkeit eingesetzt. Schon der Erfinder der Kneipp-Medizin, Sebastian Kneipp, empfahl die Wegwarte bei diesen Symptomen.

  • 🧡

    Die im Zichorienkaffee enthaltenen Polyphenole können sich laut einer ungarischen Studie, die 2011 im Fachmagazin Phytotherapy Research veröffentlicht wurde, positiv auf Herz und Gefäße auswirken.

  • 🍵

    Wer mit Ekzemen oder Hautunreinheiten zu kämpfen hat, kann von den heilenden Eigenschaften der Gemeinen Wegwarte profitieren. Hier kommen zum Beispiel Tee oder Kompressen aus Wegwarte-Wurzeln und -Blüten zum Einsatz.

  • 💪

    Müde? Dann weckt dich die belebende Wirkung der Gemeinen Wegwarte als Tee oder eben Kaffee vielleicht wieder auf. Sie wird auch oft bei Schwächezuständen empfohlen.

Welche Kaffeeersatz-Arten gibt es noch?

  • Lupinenkaffee: Lupinen zählen zu den Hülsenfrüchten und werden regional angebaut. Der Lupinenkaffee ist wie der aus Zichorie koffeinfrei und dazu glutenfrei. Er schmeckt ähnlich wie Kaffee, hat aber eine leichte Mandelnote.

  • Getreidekaffee: Zur Herstellung dieser Kaffee-Alternative kommen vor allem die getrockneten Körner von Gerste und Roggen in Frage. Im Vergleich zur Röstung von herkömmlichem Kaffee werden die Getreidekörner eher langsam und schonender geröstet. Weil er weniger Säure hat, gilt Getreidekaffee als magenschonend. In der Vergangenheit gab es aber immer wieder Tests mit zu hohen Acrylamidwerten, die als krebserregend gelten. Viele Hersteller besserten nach, man sollte aber ein Auge darauf haben.

  • Malzkaffee: Auch bei diesem Kaffeeersatz sind Gerste und Roggen die Zutaten. Im Unterschied zum Getreidekaffee werden sie zunächst gemälzt und danach geröstet. Mälzen bedeutet, dass das Getreide keimt. Dabei entsteht Malzzucker, der dem Kaffee eine süßliche Note verleiht.

  • Eichelkaffee: Er schmeckt sehr würzig und wird aus herkömmlichen Eicheln hergestellt. Im rohen Zustand können Eicheln allerdings wegen des hohen Anteils von Gerbstoffen für den Menschen giftig sein und führen zu starken gesundheitlichen Beschwerden. Deshalb müssen die Eicheln vor dem Verzehr intensiv über mehrere Tage gewässert und speziell zubereitet werden, um die Gerbstoffe zu entziehen.

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Veröffentlicht: 04.04.2020 / Autor: Galileo